Flums SG: Dieser Mann will in einem Jahr 42 Marathons laufen
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Flums SGDieser Mann will in einem Jahr 42 Marathons laufen

Maarten Hendriks aus Flums SG hat sich ein grosses Ziel gesteckt: In seinem 42. Lebensjahr möchte er genauso viele Marathons laufen. Dabei sammelt er für jeden gelaufenen Kilometer einen Franken für einen guten Zweck.

von
Leo Butie
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Maarten Hendriks aus Flums SG hat ein grosses Ziel. 

Maarten Hendriks aus Flums SG hat ein grosses Ziel.

Privat
Er möchte in seinem 42. Lebensjahr 42 Marathons absolvieren.

Er möchte in seinem 42. Lebensjahr 42 Marathons absolvieren.

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«Für mich ist 42 das Alter, das ich in diesem Jahr erreichen werde, und auch meine Lieblings-Laufstrecke», heisst es auf seiner Website.

«Für mich ist 42 das Alter, das ich in diesem Jahr erreichen werde, und auch meine Lieblings-Laufstrecke», heisst es auf seiner Website.

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Darum gehts

  • Maarten Hendriks unternimmt ein grosses Projekt.
  • In seinem 42. Lebensjahr möchte der Mann aus Flums SG 42 Marathons laufen.
  • 28 Läufe hat er bereits hinter sich.
  • Mit den gelaufenen Kilometern sammelt er Geld für einen guten Zweck.
  • Bis zum 23. Dezember hat er noch Zeit, um sein Projekt zu vollenden.

Der Flumser Maarten Hendriks ist auf einer Mission. In seinem 42. Lebensjahr möchte der als Informatiker ausgebildete B&B-Eigentümer 42 Marathons laufen. Auf seiner Website listet er alles auf. Ziel ist es, bis zu seinem Geburtstag am 23. Dezember alle geplanten Strecken zu absolvieren. Die Idee für sein Projekt entstand an seinem 41. Geburtstag. «Ich wollte etwas Verrücktes machen», sagt er.

Schon als Jugendlicher nahm er an Viertel-Triathlons teil und lief im Alter von 25 seinen ersten Marathon. «Ich mochte immer die langen Distanzen lieber», so Hendriks. «Ich verstand nicht, wieso ich lange zu Wettkämpfen anreisen musste, um ‹nur› zehn Kilometer zu laufen.» Seiner Königsdisziplin ist er bis heute treu geblieben, und er läuft seither regelmässig Marathons. Für sein Unterfangen plant er die Strecken meist selbst, und viele führen durch die Ostschweizer Alpen. Ein besonders herausforderndes Rennen aber war für ihn die «11 Peaks» in Solothurn, eine Strecke über 84 Kilometer mit 5500 Metern Höhenunterschied.

Laufen für einen guten Zweck

Mit seinen Läufen sammelt der gebürtige Niederländer Geld für die Stiftung «Licht für die Welt». Diese Stiftung setzt sich in Entwicklungsländern für Menschen mit einer Behinderung ein und schafft faire Chancen auf Bildung und Arbeit. Die Stiftung ermöglicht etwa die operative Beseitigung von Katarakten, auch grauer Star genannt. Eine Operation kostet ungefähr 42 Franken, was wiederum der Distanz eines Marathons (42,195 Kilometer) entspricht. «Ich suche für jeden Lauf einen Sponsor, damit ich das Geld sammeln kann», meint Hendriks. Er erhofft sich, mit dem gesammelten Geld möglichst vielen Menschen das Augenlicht zu schenken.

Die Idee, die Stiftung zu unterstützen, kam ihm wegen Henry Wanyoike. Der Kenianer gilt als einer der besten blinden Läufer der Welt und trat 2019 am Zurich Marathon an. «Er war sogar schneller als ich», kann sich Hendriks erinnern. «Ich war sehr beeindruckt von ihm.» Er habe anschliessend die Stiftung kontaktiert und sich erkundigt, ob man an seinem Unterfangen Interesse hat.

Marathons sind mittlerweile Training

Da er bereits seit vielen Jahren Marathons läuft und in diesem Jahr bereits 28 absolviert hat, ist er topfit. «Ich muss zwischen den Läufen nicht mehr trainieren», sagt Hendriks. Unter der Woche erhole er sich von den Strapazen. Seine Familie und Freunde kommen nicht zu kurz. «Ich muss nicht auf mein Sozialleben verzichten.»

Auch achte er nicht zu stark auf seine Ernährung. «Ich esse alles, was mir über den Weg läuft», scherzt er. Dennoch schaue er, dass er genügend Eiweiss zu sich nehme und viel trinke. Wenn er unterwegs sei, könne er alles selbst mittragen. «Ich nehme alles im Rucksack mit und achte darauf, dass ich pro Stunde 300 Kalorien aufnehmen kann», erklärt Hendriks. Meistens seien es Getränke mit vielen Kalorien.

Verletzungspech im Schlussspurt

Es gab bisher aber auch Rückschläge. Im April stürzte er auf sein Steissbein, weshalb er einen Lauf nicht beenden konnte. «Ich musste anschliessend drei Wochen lang eine Pause einlegen.» Seine rechte Achillessehne machte ihm ebenfalls immer wieder Probleme.

Im September folgt ein weiterer grosser Rückschlag. Er bricht sich das Schlüsselbein und muss einige Wochen pausieren. Passiert ist das Unglück während einer gemeinsamen Velotour mit seiner Mutter. «Die Lenkräder kamen zusammen, und ich stürzte zu Boden.» Er hofft, dass er sein Projekt Ende Oktober wieder aufnehmen kann, und ist zuversichtlich: «Im Notfall müsste ich zwei Läufe pro Woche absolvieren.» Zeit bleibt ihm bis zum 23. Dezember.

Deine Meinung

59 Kommentare
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Mandala

06.10.2020, 11:18

Wenn er das will, wieso muss er sich an die Medien wenden? Wieso müssen wir ihm jetzt Geld geben? Immer mehr Leute wollen Geld sammeln sozusagen für einen guten Zweck. Aber am Schluss weiss man nie wo das Geld geblieben ist.... Ich lasse mich nicht manipulieren....

Michél

06.10.2020, 11:12

Leider hört man nie was darüber, aber bei Graf und Becker weiss ich das Sie Körperwracks sind. Hoffentlich bleibt dem Roger das erspart.

Tinu

06.10.2020, 11:02

.......Und jetzt?.......braucht er Aufmerksamkeit?.......Held des Tages?