Aktualisiert 07.02.2020 10:59

Kantonsratswahlen

Dieser Mann will mit Furzkissen ins Parlament

Kantonsratskandidat Tobias Kindler bringt mit Furzkissen etwas Pfiff in den lahmen St. Galler Kantonsratswahlkampf. Die FDP schickt derweil die Wähler auf die Jagd nach QR-Codes.

von
jeb
1 / 6
Hat was gegen Sesselfurzer.

Hat was gegen Sesselfurzer.

zVg
SP-Kantonsratskandidat Tobias Kindler (29).

SP-Kantonsratskandidat Tobias Kindler (29).

zVg
Sein Wahlkampfslogan: «Gegen Sesselfurzer und Alteingessesenes – für soziale Gerechtigkeit.»

Sein Wahlkampfslogan: «Gegen Sesselfurzer und Alteingessesenes – für soziale Gerechtigkeit.»

zVg

Als Polit-Newcomer setzt SP-Kantonsratskandidat Tobias Kindler (29) auf Kreativität, um im lauen St. Galler Kantonsratswahlkampf Aufmerksamkeit zu erhalten. Ihm schwebt mehr Diversität im Kantonsrat vor und er möchte deshalb die älteren Sesselfurzer in die Politiker-Pension schicken.

«Gegen Sesselfurzer und Alteingesessenes. Für soziale Gerechtigkeit» lautet Kindlers Wahlslogan. Um auf die Sesselfurzerproblematik aufmerksam zu machen, bastelte der 29-Jährige Furzkissen. «Diese werde ich auch gewissen Sesselfurzern aushändigen», kündigt er an. Ihn störe vor allem, dass die Gemeinten mit den immer selben Lösungsvorschlägen kommen, auch wenn diese keine Besserung bringen oder gar bestehende Ungleichheiten verfestigen.

Als Beispiel nennt er die Sozialhilfe. Von bürgerlicher Seite heisse es oft, Kürzungen seien die Lösung, um Personen von der Sozialhilfe wieder in den Arbeitsprozess zu bringen. «Dabei wäre es viel besser, wenn man mehr Zeit in die Betreuung von Sozialhilfeempfangenden investieren würde, damit ihnen besser geholfen werden kann», meint Kindler. In Winterthur habe eine Studie gezeigt, dass man so mehr Menschen aus der Sozialhilfebedürftigkeit bringen kann. «Aber Sesselfurzer sehen das nicht ein», so Kindler.

Einige, nach seiner Meinung, Sesselfurzer hat er in seiner Wahlkampagne in satirischen Videos furzend gezeigt. Dazu gehören Alt-Bundesrat Christoph Blocher (SVP), Diktator Kim Jong-un und Alt-Nationalrat Thomas Müller (SVP):

Trologie der Sesselfurzer Video: Tobias Kindler

FDP bläst zur Jagd auf QR-Codes

Auch die FDP setzt auf Unterhaltung im Wahlkampf. Wie die FDP-Regionalpartei Rorschach am Donnerstag mitteilte, wird im Wahlkreis Rorschach ab Freitagmittag die Jagd auf QR-Codes für ein Wahlkampfspiel lanciert. An Wahlkampfveranstaltungen sowie auf Websites und Social-Media-Plattformen der Kandidaten und an öffentlichen Orten in der Region können die Teilnehmer QR-Codes abfotografieren und sammeln. Jede Woche winkt für den fleissigsten Sammler ein Preis, zum Beispiel zwei Business Seats für ein FC St. Gallen-Spiel oder ein Tandemflug mit einem Gleitschirm. «Wir möchten so auf spielerische Art möglichst nahe bei den Leuten sein», sagt FDP-Präsident Raphael Frei. Man wolle nicht nur auf die üblichen Plakate setzen, sondern die Wähler auf andere Art abholen.

Das hat Frei auch schon im Wahlkampf 2016 bewiesen, wie folgendes Video zeigt:

Nirgends ist man mehr von Politikern sicher. Video: zvg

Werde Praktikant

Du willst die Texte nicht nur lesen, sondern selber schreiben? Dann bist du bei uns genau richtig. Die Aussenredaktion St. Gallen sucht per sofort einen neuen Praktikanten. Alle Infos dazu findest du hier.

Fehler gefunden?Jetzt melden.