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Lauf am Nordpol«Dieser Marathon ist nichts für Weicheier»

Minus 30 Grad, eisiger Wind und stets könnte ein Eisbär auftauchen: 64 Läufer kämpften am nördlichsten Punkt der Erde um den Sieg beim kältesten Marathon der Welt.

von
bam

Obwohl die eisige Herausforderung an der Spitze der Erde heftig umstritten ist, gewinnt der jährlich stattfindende, 42 Kilometer lange Nordpol-Marathon enorm an Popularität. 64 Läufer aus 20 Nationen kämpften dieses Jahr um den Sieg. Die Startplätze werden an die ersten Bewerber vergeben. Der Lauf wird vom mobilen russischen Camp am Nordpol organisiert.

Dank 24 Stunden Tageslicht und beheizter Zelte gibt es keine Sperrzeiten. Nach jeder Runde besteht die Möglichkeit, sich mit heissen Getränken und Snacks zu stärken. Aus Sicherheitsgründen müssen die Teilnehmer ausserdem, statt 42 Kilometer am Stück, die Strecke in neun Runden absolvieren. Daher können auch unerfahrenere Läufer diesen Marathon gut bewältigen. Die Wettbewerber müssen trotzdem widerstandsfähig sein. Die Temperaturen können auf bis zu -30°C fallen, eisige Winde sorgen zum Teil für noch kältere Grade.

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Nichts für Warmduscher

Ansonsten ist dieser Lauf aber nichts für Weicheier, sagt Renndirektor Richard Donovan: «Auch die Strecke ist sehr anspruchsvoll. Einige Abschnitte sind gut, mit festem Eis. An anderen Stellen ist es aber brüchig und die Leute können einsinken, manchmal sogar bis zum Knie.»

Sieger bei den Männern wurde Gary Thornton aus Irland - Er brauchte für die Distanz 3 Stunden, 49 Minuten und 29 Sekunden. Bei den Frauen gewann die Britin Fiona Oakes in 4 Stunden, 53 Minuten und 9 Sekunden. Ans Ziel kamen allerdings fast alle Teilnehmer, auch wenn einige mehr als 10 Stunden brauchten.

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