Aktualisiert 25.06.2020 11:03

Neuheit

Dieser Mokka von Opel macht richtig Appetit

Zwar gibt es den kleinen SUV von Opel in Zukunft nicht mehr mit Allradantrieb, doch der neue Mokka könnte vor allem bei jüngeren Generationen zum Renner werden.

von
Thomas Geiger
1 / 4
«Vizor» nennt sich das neue Markengesicht von Opel, das am neuen Mokka Premiere feiert.

«Vizor» nennt sich das neue Markengesicht von Opel, das am neuen Mokka Premiere feiert.

Opel
Auch das Heck des neuen Opel Mokka gefällt mit seinem sportlichen Touch.

Auch das Heck des neuen Opel Mokka gefällt mit seinem sportlichen Touch.

Opel
Selbstverständlich wird der Neuling als auch Stromer an den Start rollen. Der Mokka-e soll über 300 Kilometer rein elektrisch schaffen.

Selbstverständlich wird der Neuling als auch Stromer an den Start rollen. Der Mokka-e soll über 300 Kilometer rein elektrisch schaffen.

Opel

Von wegen lustlos und langweilig. Der neue Corsa mag zwar nicht der aufregendste aller Kleinwagen sein, doch wenn Opel im Herbst mit dem Verkauf und im Frühjahr 2021 mit der Auslieferung des nächsten Mokka beginnt, wird so manchen Kritiker der Blitz treffen. Denn mit dem kleinen SUV führen die Hessen eine neue Designsprache ein, die mutiger und frecher ist als alles, was man seit GT und Manta von Opel zu sehen bekommen hat. «Der neue Mokka ist ein Blickfang und wird die Wahrnehmung unserer Marke verändern», trommelt deshalb Markenchef Michael Lohscheller. «Mit diesem Auto erfinden wir Opel neu und zeigen unsere Designsprache der kommenden zehn Jahre.»

Der neue Mokka trägt das ebenso neue Markengesicht «Vizor» mit einem strengen Blick aus betont schlanken LED-Scheinwerfern, hat eine spannend gezeichnete Silhouette und wirkt zudem sehr viel knackiger als das aktuelle Modell, weil er um 13 Zentimeter auf 4,15 Meter schrumpft und trotzdem etwas mehr Radstand bekommt.

«Leuchtturm für die Zukunft»

Aber die Erneuerung gilt nicht nur für die Form, die an sich schon faszinierend ist, sondern zum «Leuchtturm und Wegweiser für die Zukunft von Opel» soll der Mokka auch wegen seines technischen Gehalts werden. «Er zeigt alles, wofür Opel heute und in Zukunft steht: Der Mokka macht Spass, ist effizient und in jeder Hinsicht innovativ», sagt Lohscheller. Nicht umsonst ist er der erste Opel, der serienmässig und ausschliesslich mit digitalen Instrumenten samt grossem Touchscreen ausgeliefert wird, und natürlich greift Opel tief ins Konzernregal mit den Innovationen: Abstandsregelung, Panorama-Kamera, adaptive LED-Scheinwerfer – alles, was die Schatzkammern in Rüsselsheim und Paris zu bieten haben, das bauen sie auch ein. Und weil das beim Corsa schon genauso war, kommt einem vieles aus dem Mokka verdächtig vertraut vor.

Ganz besonders der Antrieb, bei dem Opel erstmals vom Start weg auch auf einen E-Motor setzt: Wie bei dem eher konventionell gestrickten Kleinwagen hat der 100 kW und wird aus einem Akku mit 50 kWh gespeist, der im besten Fall 332 Kilometer bei maximal 150 km/h ermöglichen soll und dank Schnellladung mit drei Phasen binnen 30 Minuten wieder zu 80 Prozent voll ist. Aus der alten Welt dürfte es die gleichen Motoren geben, die man auch vom Corsa kennt: Bei den Benzinern ist das ein 1,2 Liter grosser Dreizylinder mit 75 bis 125 PS und bei den Dieseln ein 1,5 Liter mit 100, vielleicht auch 150 PS.

Verzicht auf Allradantrieb

Egal mit welcher Energie der Mokka fährt – er soll das aufgeweckter tun als die Konkurrenz und insbesondere der Vorgänger. Dazu hat Opel bis zu 120 Kilo Gewicht eingespart und das Fahrwerk neu abgestimmt, um sich damit auch von Konzernmodellen wie dem Peugeot 2008 abzugrenzen. Allerdings bleibt beim Generationswechsel neben den Kilos noch etwas auf der Strecke: Das X im Namen. Und zwar aus gutem Grund – weil in dieser Klasse die meisten Abenteuer doch nur auf Asphalt stattfinden und es die neue Plattform ohnehin nicht hergibt, wird der Allradantrieb ersatzlos gestrichen. Das werden die Schweizer Händler mit Bestimmtheit bedauern.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.
3 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Reto

25.06.2020, 16:03

Ich fuhr mal Opel. War sehr zufrieden. Aber Pöscho kauf ich nicht.

Absurdum

24.06.2020, 09:51

Werbegeschwafel pur! Ein SUV mit noch breiterem Radstand hat vorallem mühe in der Stadt wo Parkplätze schmall sind. Autos werden grösser und grösser um mehr Rundsicht zu haben. Da aber alle Autohersteller mitziehen, relativiert sich das Ganz. Leidtragende sind alle anderen Verkehrsteilnehmer.