Künstliche Intelligenz: Dieser Spiegel sagt dir, ob du attraktiv bist
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Künstliche IntelligenzDieser Spiegel sagt dir, ob du attraktiv bist

Australische Forscher haben einen Spiegel entwickelt, der per Software Gesichter analysiert und das Alter sowie die Attraktivität von Personen erraten kann.

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swe
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Spieglein, Spieglein an der Wand ... was aus dem Märchen bekannt ist, gibt es nun auch in echt. Allerdings setzt sich das Projekt der Universität von Melbourne nicht zum Ziel zu sagen, wer am schönsten ist.

Spieglein, Spieglein an der Wand ... was aus dem Märchen bekannt ist, gibt es nun auch in echt. Allerdings setzt sich das Projekt der Universität von Melbourne nicht zum Ziel zu sagen, wer am schönsten ist.

University of Melbourne
Der biometrische Spiegel kann anhand von Gesichtern Attribute wie das Alter, die Ethnie oder den Gesichtsausdruck herausfinden.

Der biometrische Spiegel kann anhand von Gesichtern Attribute wie das Alter, die Ethnie oder den Gesichtsausdruck herausfinden.

University of Melbourne
Zusätzlich werden auch Werte wie die Attraktivität oder das soziale Verhalten erraten. Dies könnte gemäss den Forschern jedoch auch problematische Auswirkungen haben.

Zusätzlich werden auch Werte wie die Attraktivität oder das soziale Verhalten erraten. Dies könnte gemäss den Forschern jedoch auch problematische Auswirkungen haben.

University of Melbourne

Schon in der Popkultur gab es verschiedene Warnungen vor der grossen Macht künstlicher Intelligenz. So etwa im Film «Minority Report», in dem eine Software künftige Verbrechen voraussagt und die Polizei diese so verhindert, bevor sie überhaupt begangen werden.

Um die Grenzen der Technologie in der wirklichen Welt auszuloten, haben Forscher der Universität von Melbourne in einem Projekt einen Spiegel entwickelt, der Angaben zur Persönlichkeit von Personen allein aufgrund eines Fotos erraten kann.

Gefährliche Berechnungen

Das System wird von den Forschern als biometrischer Spiegel bezeichnet. Wenn sich jemand davorstellt, werden innert Sekunden verschiedene Charakteristiken von Gesichtern errechnet und mit einer Datenbank von Tausenden Bildern verglichen.

Neben dem Geschlecht, dem Alter oder der Ethnie kann die Software auch die Attraktivität oder die emotionale Stabilität erraten. «Es geht darum zu zeigen, dass es relativ schnell passieren kann, dass eine künstliche Intelligenz Menschen falsch beurteilt», so Niels Wouters von der University of Melbourne.

Beurteilt durch einen Algorithmus

In der Studie gehe es darum, auf dieses Problemfeld hinzuweisen und zu einer besseren Ethik im Bereich der künstlichen Intelligenz beizutragen. Dies sei gerade wegen des zunehmenden Trends zur Überwachung und der Verwendung von Datensammlungen ein immer wichtigeres Thema.

Denn auch ein Algorithmus könne so etwas wie Vorurteile haben. Und weil man im Alltag nicht gefragt werde, ob man mit dem Einsatz von solcher Software einverstanden sei, könne dies durchaus problematisch sein. Besonders wenn ein Computer entscheide, ob man etwa für eine Karriere oder einen Abschluss an einer Universität in Frage komme.

Wie der biometrische Spiegel funktioniert, sehen Sie im Video. (Video: University of Melbourne)

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