Low Dopamine Routine: Dieser Tiktok-Hack könnte dein Leben verändern

Die Low-Dopamine-Routine ist nicht nur auf Tiktok in aller Munde. Der Trend will, dass du stressfrei und sanft in den Tag startest – um dann produktiver zu sein. 

Die Low-Dopamine-Routine ist nicht nur auf Tiktok in aller Munde. Der Trend will, dass du stressfrei und sanft in den Tag startest – um dann produktiver zu sein. 

Pexels / Cottonbro
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Weniger StressDieser Tiktok-Hack könnte dein Leben verändern

Die sogenannte Low-Dopamine-Routine erobert Social Media. Was steckt hinter der angesagten Morgenroutine, bei der möglichst auf Dopamin verzichtet wird?

von
Geraldine Bidermann

Bist du morgens immer zu spät, vergisst zu frühstücken und startest gehetzt in deine Aufgaben? Oder nimmst du dir Zeit, um ein paar achtsame Momente zu verbringen? Chaotisch oder strukturiert: Die Art und Weise, wie wir unseren Vormittag verbringen, spiegelt ziemlich direkt wider, wer wir sind. 

Wie startest du meistens in den Tag?

Die dopaminarme Routine schaffst auch du

Jetzt taucht auf Tiktok eine neue Routine auf, die nicht nur für eingeschworene Morgenmenschen oder «That Girl» geeignet ist, deren Tag mehr Stunden zu haben scheint als jener von Normalos. Wir stellen vor: Die dopaminarme Morgenroutine.

Viele Userinnen und User schwärmen von diesem «langsameren Morgen» für einen anschliessend besseren Tag. Wie der Name vermuten lässt, geht es in der Routine darum, dass die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin am Morgen so niedrig wie möglich gehalten werden soll. Anstatt sich morgens also direkt mit tausend Einflüssen zu überrumpeln, sollte man den Tag langsam und entspannt beginnen, um Stress zu reduzieren und die Produktivität so für die kommenden Stunden zu steigern. Influencerinnen verraten, wie das funktioniert. 

Kein Handy beim Aufstehen

Tiktokerin Shelby Lane (24) sagt, dass bei ihr vor kurzem ADHS diagnostiziert wurde und dass ihr neuer Lebensstil ihr Leben völlig verändert habe. Shelby erklärt den Trend anschliessend ein wenig genauer. Einer der wichtigsten Punkte der Routine: Morgens nicht als Erstes durch Social Media scrollen. Die junge Frau warte jeweils rund eine Stunde nach dem Aufstehen, bevor sie ihr Smartphone in die Hand nehme.

«Unser Gehirn lebt mit ständigen Dopaminschüben. Wir sind immer auf der Suche nach dem nächsten kleinen bisschen Anerkennung oder Aufregung.»

Dopaminrausch morgens hinauszögern

Wenn du deinen ersten Dopaminschub durchs Scrollen erlebst, will dein Körper mehr von diesem «billigen» Glücksstoff – und bringt anschliessend fast nicht die Kraft auf, sich um anderes zu kümmern. Das gilt auch für Menschen, die kein ADHS haben.

Das Ziel ist also, den ersten heftigen Dopaminrausch so lange wie möglich hinauszuzögern. Auch diese anderen drei Tipps helfen, deinen Körper und deine Psyche langsam heraufzufahren, um sie bereit für den Tag zu machen – und Kreativität und Motivation nicht gleich sofort zu erschöpfen:

  1. Warte 90 Minuten, bis du Kaffee trinkst: Trinkst du deinen Espresso oder Latte schon beim Aufstehen, riskierst du, schneller ausgelaugt und gestresst zu sein. 

  2. Iss ein proteinreiches Frühstück: Porridge mit Nussmus, Rührei oder Avocado und Lachs: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiss macht dich eher ready für den Tag, als wenn du einen supersüssen Donut isst. 

  3. Starte mit einem stressarmen Task: Wer den Geschirrspüler ausräumt oder eine Wäsche aufhängt, startet den Tag mit einem vollendeten Task – dein Hirn will gleich mehr von diesem Gefühl haben wollen und ist motiviert für die nächste Aufgabe.

Die Tiktokerin Meredith (@naptown_thrifts) erklärt die vier Punkte nochmals: 

«Fühle mich wie neugeboren»

«Seit ich mit dieser Routine begonnen habe, schlafe ich besser und lese mehr», schreibt eine Followerin auf Tiktok. «Ich habe das jeden Samstagmorgen gemacht und es war unglaublich», schreibt jemand anderes. Eine dritte Person meint: «Wie ironisch: Diese Tiktok-Tipps haben mir geholfen, die App nicht mehr so oft zu öffnen. Ich glaube, ich lösche sie bald ganz. Ich fühle mich frei und wie neugeboren.» 

Je häufiger du durch Social Media scrollst, desto stärkere Reize werden benötigt, um ein Glücksgefühl auszulösen. Auch beim Kaffee gilt: Je früher du ihn trinkst, desto eher crasht deine Energie wieder. 

Je häufiger du durch Social Media scrollst, desto stärkere Reize werden benötigt, um ein Glücksgefühl auszulösen. Auch beim Kaffee gilt: Je früher du ihn trinkst, desto eher crasht deine Energie wieder. 

Pexels / Kerde Severin

Eine Verlangsamung, und sei es nur für die ersten ein, zwei Stunden des Tages, kann also einen grossen Unterschied ausmachen. Oder wie siehst du das?

Wie startest du am liebsten in deinen Tag?

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