Handy-Film: Dieser Tornado rast direkt auf den Autofahrer zu
Aktualisiert

Handy-FilmDieser Tornado rast direkt auf den Autofahrer zu

Ein US-Lastwagenfahrer rettet sich vor einem herannahenden Tornado unter eine Brücke – und bleibt dabei verblüffend cool.

von
kmo

<i>(Quelle: Youtube/<a href="https://www.youtube.com/channel/UCtniU4AyEdnBQgeU1RNV7EQ" target="_blank">Aaron Rooney</a>)</i>

Sam Smith ist in der Nähe von Rochelle im US-Bundesstaat Illinois unterwegs, als sich der Himmel plötzlich verdunkelt. Ein gigantischer Tornado ist im Anmarsch. Da sich der Truckfahrer nicht sicher ist, in welche Richtung sich der Sturm bewegt, setzt er mit seinem Fahrzeug zurück und stellt es unter einer Brücke ab.

Auf seinem Handy-Video (siehe oben) ist zu sehen – und zu hören –, wie der Hurrikan direkt über Smith hinwegdonnert.

Er klingt fast fröhlich

Während des Schreckensmoments bleibt Smith erstaunlich gelassen. Mit ruhiger, fast fröhlicher Stimme beschreibt er, was vor seinen Augen passiert: «Es sieht so aus, als käme der Tornado direkt auf mich zu. Mal schauen, ob ich ein bisschen zurücksetzen kann. Yeah.» Der Grund ist so einfach wie rührend: Smith will seinen zehnjährigen Sohn nicht beunruhigen, mit dem er gerade telefoniert.

Zwillingstornado in Nebraska

Kurz bevor der Tornado ihn erreicht, legt Smith jedoch auf. Und seine Stimme wird hektischer: «Ich war noch nie in einem Tornado. Er braust genau über mich hinweg. Es ist total beängstigend. Ich weiss wirklich nicht, was ich tun soll.» Die gewaltige Kraft des Sturms schüttelt den Lastwagen durch, richtet jedoch keinen Schaden an. Bloss die Rückspiegel werden an den Wagen gedrückt.

Eigentlich die falsche Entscheidung

Später erzählt Smith, dass etwa zehn weitere Autos mit ihm unter der Brücke warteten. Gemäss Wetterdiensten hatte der Sturm eine Geschwindigkeit von über 320 Kilometern pro Stunde erreicht. Laut der US-Newssite Patch.com raten Sturmexperten davon ab, sich vor einem Tornado unter einer Brücke zu verstecken. Diese Stelle verwandle sich während eines Sturms geradezu in einen Windkanal. Viel schlauer sei es, aus dem Auto zu steigen und sich in einen Graben zu legen.

Mehrere Tornados forderten am 10. April im Bundesstaat Illinois zwei Todesopfer und Dutzende Verletzte. Unzählige Gebäude wurden beschädigt, manche von ihnen sogar vollständig in die Luft gehoben.

(Quelle: YouTube/e2theloc)

(Quelle: YouTube/paulus1st)

Und hier ist Rochelle – rund 130 Kilometer westlich von Chicago:

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