Aktualisiert 11.11.2014 09:16

SüdfrankreichDieser Wal ist zum Platzen voll

Ein 17 Meter langer Wal sorgte an einem Strand der südfranzösischen Camargue für Aufsehen. Wegen der drohenden Explosionsgefahr wurde der Zugang zum gestrandeten Tier abgesperrt.

von
ale

Die Region in Südfrankreich ist eigentlich für die vielen Rinder- und Pferdeherden bekannt. Letztes Wochenende standen sich die Touristen aber wegen eines 20 Tonnen schweren und 17 Meter langen Wals die Füsse am Strand der Camargue platt. Jeder wollte ein Selfie vor dem prall gefüllten Meerestier.

Der Wal wurde letzte Woche am Strand des Camargue-Nationalparks angespült. «Ich kann mich nicht erinnern, dass in den letzten Jahren ein ähnlich grosses Tier hier angespült wurde», sagte Eric Coulet, Direktor des Nationalparks, der französischen Zeitung «Midi Libre». Das Tier sei eindeutig im Meer verendet und dann angespült worden. Ein paar Reiter hatten den Kadaver am letzten Mittwoch, 5. November entdeckt.

Explosionsgefahr

«Ein gestrandeter Wal kann nicht einfach abtransportiert werden, wir mussten zuerst aufwendige hygienische Vorsichtsmassnahmen treffen», erklärte Anaïs Cheiron, eine Mitarbeiterin des Parks. «Im Innern des Tiers können gefährliche Bakterien heranwachsen und das Tier könnte explodieren.» Wie eine solche Explosion aussieht, zeigt dieses eindrückliche Video. Die französische Polizei hat deshalb einen Sicherheitsbereich um den Wal abgesperrt.

Von dem Wal ist inzwischen nur noch ein leeres Loch übrig. Laut dem Bürgermeister von Saint-Maries-de-la-Mer wurde das Tier am 10. November 2014 entfernt und in ein Tierkörperbeseitigungszentrum gebracht.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.