Flugzeugmöbel - Dieser Whirlpool ist ein Airbus-Triebwerk
Das ist nicht einfach nur ein hübscher Whirlpool – es ist eine Flugzeugturbine. Günstig ist dieses aussergewöhnliche Teil aber nicht: Der Kaufpreis liegt bei über 22’000 Franken.

Das ist nicht einfach nur ein hübscher Whirlpool – es ist eine Flugzeugturbine. Günstig ist dieses aussergewöhnliche Teil aber nicht: Der Kaufpreis liegt bei über 22’000 Franken.

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FlugzeugmöbelDieser Whirlpool ist ein Airbus-Triebwerk

Eine deutsche Firma fertigt aus alten Flugzeugteilen neue Möbel. Nebst Schreibtischen aus den Tragflächen gibt es auch ganz spezielle Projekte, wie einen Whirlpool aus einem Triebwerk.

von
Meret Steiger

Eine Wandbar aus einer alten Flugzeug-Bordwand, Schreibtische aus Flugzeugflügeln und aussergewöhnliche Teile wie eine Bar aus einer Kabinentür: Das Unternehmen Flugzeugmöbel.de bringt Inneneinrichtung und Luftfahrt zusammen. Gegründet wurde das Start-Up im November 2013 von Marius Krämer, einem Berufspiloten und Luftfahrtenthusiasten.

Ein Schreibtisch aus einem Flügelelement einer Piper PA-38 Tomahawk. Den gibt es auf Wunsch auch noch in anderen Grössen, ein potenzieller Käufer oder eine Käuferin müsste aber rund 9000 Franken dafür locker machen.

Ein Schreibtisch aus einem Flügelelement einer Piper PA-38 Tomahawk. Den gibt es auf Wunsch auch noch in anderen Grössen, ein potenzieller Käufer oder eine Käuferin müsste aber rund 9000 Franken dafür locker machen.

Flugzeugmöbel
Dieser Beistelltisch besteht aus einer «Wingtip Device», also dem Flügeli ganz aussen an einem Flugzeugflügel. Kostenpunkt: Etwa 4200 Franken.

Dieser Beistelltisch besteht aus einer «Wingtip Device», also dem Flügeli ganz aussen an einem Flugzeugflügel. Kostenpunkt: Etwa 4200 Franken.

Flugzeugmöbel

Neben Design steht bei Krämer auch Recycling im Vordergrund: Aus ausrangierten Teilen von diversen Flugzeug- und Helikoptermodellen baut die Firma Möbel, Skulpturen und Dekoelemente aller Art, die besonders bei Flugzeugfans gut ankommen. Kein Wunder: Die Stücke sind teilweise spektakulär – und können auf Wunsch personalisiert werden.

Whirlpool aus Triebwerk für über 20’000 Franken

Neben einer regulären Kollektion hat das Unternehmen auf seiner Website auch speziellere Projekte im Angebot. Eines davon sticht sofort ins Auge: Ein freistehender Whirlpool mit 1200 Liter Fassungsvermögen und zwölf Massagedüsen. Gefertigt wurde der Pool aus dem Triebwerkseinlass eines A320. Ein so spektakuläres Teil ist natürlich nicht ganz günstig: Den Whirlpool, der auf Wunsch angefertigt wird, gibt es ab etwas mehr als 20’000 Franken.

Es sei die Leidenschaft für die Luftfahrt, die Marius Krämer und sein Team antreibt: «Es ist eine unglaubliche Freude, alten Flugzeugen ein neues Leben zu ermöglichen. Wir nehmen auch lange Distanzen in Kauf, um ausgewählte Flugzeuge selbst zu zerlegen.» sagt Krämer. Entsprechend hart sei es manchmal, sich nach einem Kauf zu trennen: «Es ist für uns immer schwierig, von speziellen Teilen loszulassen.»

Alles, was noch fliegen kann, sollte so lange wie möglich in der Luft bleiben.»

Marius Krämer

Der Berufspilot nimmt für seine Möbel nur Flugzeugteile von ausrangierten Flugzeugen. «Zwei Dinge sind uns besonders wichtig: Bei unseren Möbeln achten wir darauf, dass beim Einbetten in den neuen Kontext der ursprüngliche Charakter des Flugzeugteils erhalten bleibt. Andererseits würden wir nie an einem Flugzeugteil arbeiten, das noch für den Flug geeignet ist und ohne unsere Hilfe auch weiterhin in der Luftfahrt eingesetzt werden könnte.»

Neben Tischen und Trolleys aller Art gibt es auch Wandbars. Dieses Modell heisst «Pete» und wird aus den Bordwänden verschiedener Flugzeugtypen hergestellt. Kostenpunkt: Etwas mehr als 2000 Franken.

Neben Tischen und Trolleys aller Art gibt es auch Wandbars. Dieses Modell heisst «Pete» und wird aus den Bordwänden verschiedener Flugzeugtypen hergestellt. Kostenpunkt: Etwas mehr als 2000 Franken.

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Die Wandbar gibt es für rund 1500 Franken auch noch in einer Mini-Version.

Die Wandbar gibt es für rund 1500 Franken auch noch in einer Mini-Version.

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Die Kundschaft kann jeweils auswählen, wie viel vom Originalteil weiterhin sichtbar sein soll, beispielsweise wenn es um die Originallackierung geht. Und noch etwas anderes ist den Unternehmern wichtig: «Wir verwenden auch niemals Material aus Flugunfällen, insbesondere wenn Menschen verletzt wurden.»

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