Molnupiravir - Dieser Wirkstoff gilt als Hoffnungsträger für die Covid-Pille
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Molnupiravir Dieser Wirkstoff gilt als Hoffnungsträger für die Covid-Pille

Ein vielversprechender Wirkstoff könnte einer der Alternativen zur Corona-Impfung sein. Damit könnte die Anti-Corona-Pille schon bald auf den Markt kommen.

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kat
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Molnupiravir wird von dem amerikanischen Unternehmen Merck  & Co und Ridgeback Biotherapeutics entwickelt. Es könnte in einer künftigen Anti-Corona-Pille enthalten sein. 

Molnupiravir wird von dem amerikanischen Unternehmen Merck & Co und Ridgeback Biotherapeutics entwickelt. Es könnte in einer künftigen Anti-Corona-Pille enthalten sein.

via REUTERS
Auch das Schweizer Pharmaunternehmen Roche hofft, bald eine Corona-Pille auf den Markt zu bringen.

Auch das Schweizer Pharmaunternehmen Roche hofft, bald eine Corona-Pille auf den Markt zu bringen.

20min/Michael Scherrer
AT-527, so die vorläufige Bezeichnung des Präparats, das Roche gemeinsam mit dem US-Unternehmen Atea Pharmaceuticals vorantreibt, könnte bei Erfolg dazu beitragen, Patienten frühzeitig zu behandeln, das Fortschreiten der Infektion zu verringern und die Gesamtbelastung der Gesundheitssysteme zu verringern.

AT-527, so die vorläufige Bezeichnung des Präparats, das Roche gemeinsam mit dem US-Unternehmen Atea Pharmaceuticals vorantreibt, könnte bei Erfolg dazu beitragen, Patienten frühzeitig zu behandeln, das Fortschreiten der Infektion zu verringern und die Gesamtbelastung der Gesundheitssysteme zu verringern.

Darum gehts

  • Forscher arbeiten intensiv an einem Corona-Medikament.

  • Dafür laufen Studien mit verschiedenen Wirkstoffen.

  • Gute Resultate bringt dabei Molnupiravir, das von amerikanischen Firmen hergestellt wird.

Im Kampf gegen das Coronavirus bringt ein Wirkstoff derzeit gute Resultate und Hoffnungen, dass es bald eine Alternative für die Impfung gibt: die Pille gegen Covid. Laut einem Bericht der «Handelszeitung» schleust der Wirkstoff Molnupiravir RNA-ähnliche Bausteine in das Erbgut des Coronavirus und verhindert so dessen Ausbreitung. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Molnupiravir sei in der Lage, Hospitalisierungen und die Sterblichkeit bei Covid-19-Erkrankungen zu reduzieren, wie eine bereits Mitte Juli publizierte Studie zeigte. Die US-Regierung habe sich bereits 1,7 Millionen Behandlungseinheiten von Molnupiravir gesichert, das vom amerikanischen Grosskonzern Merck zusammen mit Ridgeback Biotherapeutic hergestellt wird.

Auch Roche arbeitet an Pille

Auch Pharmariese Roche tüftelt derzeit an der Zusammensetzung der Anti-Corona-Pille. Der Wirkstoff AT-527 wird derzeit bei hospitalisierten, leicht bis mittelschwer an Covid-19 erkrankten Personen geprüft. Das Unternehmen ist zuversichtlich, dass weitere Mutationen die Wirkung von AT-527 nicht beeinträchtigen werden.

2022 sollen die klinischen Studien abgeschlossen sein. Noch im März hoffte Roche-Verwaltungsratspräsident Christoph Franz, die Zulassung für AT-527 im Herbst 2021 beantragen zu können. Der Wirkstoff von Roche ist jedoch ein relativ komplexes Molekül, das sich nicht in beliebig grossen Mengen herstellen lässt, wie Roche-Pharmachef Bill Anderson im Juli vor Journalisten sagte. Die Produktion sei eine Herausforderung: «Wir werden Millionen, aber nicht Milliarden an Dosen herstellen können.»

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