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Weltlachtag am 2. MaiDieser Witz kommt ganz gross raus

Lachen ist gesund: Am ersten Sonntag im Mai rufen Spassvögel in aller Welt zu gemeinsamem Gelächter auf. Möchten Sie am kollektiven Lachmuskel-Training teilhaben? Erzählen Sie uns Ihren Lieblingswitz!

von
Runa Reinecke

Ausgerechnet der schwermütige deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer prägte folgende humorvolle Weisheit: «Je mehr der Mensch des ganzen Ernstes fähig ist, desto herzlicher kann er lachen.»

Wie goldrichtig der im 18. Jahrhundert geborene grosse Denker damit heute noch liegt, beweist das ernsthafte Forschen zur Ergründung der positiven Einflüsse des Lachens auf den Menschen: Bereits in den 60er-Jahren schuf der Psychiater William Fry an der Stanford-Universität im US-Bundestaat Kalifornien einen Fachbereich für Gelotologie - die Wissenschaft zur Untersuchung der Auswirkungen von Heiterkeit auf Körper und Geist war geboren. Später kam Fry im Verlauf diverser Studien zum Schluss, dass Lachen das Immunsystem anregt.

Was noch vor 50 Jahren von naturwissenschaftlichen Spassbremsen belächelt wurde, kann heute zum festen Bestandteil einer psychotherapeutischen Begleitung kranker Menschen gehören. So gründete der deutsche Arzt, Kabarettist und Autor Eckart von Hirschhausen «Humor hilft heilen», eine Stiftung, die Clowns in Kinderspitäler schickt, um die Kleinen im teils beängstigenden und tristen Klinikumfeld ein wenig zu erheitern. Aber auch bei erwachsenen Patienten kann das Lachen zu einem ernstzunehmenden Gegener der Angst werden: Im Einstein-Cancer-Center des Montefiore Hospitals in New York treffen sich regelmässig Krebspatienten zu institutionalisierten Spassnachmittagen.

Ab 14:00 Uhr wird zurückgelächelt

Am 2. Mai ist Weltlachtag: Wie die Nachrichtenagentur «AP» schreibt, brechen weltweit an jedem ersten Sonntag im Mai Zehntausende von Menschen in kollektives Gelächter aus. Der Spass beginnt ab 14:00 Uhr und soll überall auf Erden zu guter Laune, körperlicher und geistiger Gesundheit sowie einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl beitragen. Sie möchten zur Belustigung der Gemeinschaft beitragen? Schicken Sie uns ein selbstgedrehtes Video, in dem Sie uns Ihren Lieblingswitz erzählen oder sogar in Form eines Sketches vorspielen. Die Spieldauer des Videos sollte nicht das Limit von zwei, maximal drei Minuten überschreiten. Die besten Einsendungen werden auf 20 Minuten Online veröffentlicht.

Schicken Sie Ihr Witzwerk an: community@20minuten.ch oder per Handy an die Nummer 2020.

Humor kann Diabetes lindern

Am meisten Aufsehen erregte eine Studie der kalifornischen Universität Loma Linda an 20 Menschen mit Diabetes vom Typ 2. Dazu verordnete der Psychoimmunologe Lee Berk den Patienten, die auch an Bluthochdruck und hohen Cholesterinwerten litten, zusätzlich zu ihren Medikamenten täglich eine halbstündige Komödie anzuschauen. In den folgenden Monaten sanken im Blut dieser Probanden die Werte verschiedener Stresshormone und Entzündungsproteine stärker als in der medikamentös, aber humorlos behandelten Kontrollgruppe. Gleichzeitig stieg die Konzentration des «guten» HDL-Cholesterins.

Dass Humor Diabetes 2 lindern kann, glaubt auch Helmut Schatz von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). «Als alleinige Therapie reicht das natürlich nicht aus», betont der Bochumer Mediziner. «Aber als zusätzliche Massnahme kann man das schon empfehlen.»

Dennoch: Selbst Michael Titze, Begründer der Humortherapie in Deutschland, räumt ein, dass die medizinischen Befunde, so plausibel sie auch klingen mögen, bislang auf wackligen Beinen stehen. «Die Ergebnisse sind vielversprechend, aber nicht hundertprozentig abgesichert», sagt der Psychologe aus Tuttlingen.

Quelle: AP

Weltlachtag

Am Weltlachtag, dem ersten Sonntag im Mai, sollen die Menschen rund um den Globus um Punkt 14.00 Uhr für drei Minuten in kollektives Gelächter ausbrechen. Zentren in Europa sind Zürich und Kopenhagen. In Zürich trifft man sich zu diesem Zeitpunkt am Bürkliplatz. Danach gehts auf zur Lachparade. Eingeführt wurde der Aktionstag vor zwölf Jahren von Madan Kataria, der auch das Lachyoga entwickelte. Darin verbindet der indische Arzt bestimmte, aus dem Yoga stammende Körper- und Atemtechniken, die das Lachen erleichtern sollen.

Schon 1995 gründete er in Mumbai den ersten Lachklub. Mittlerweile gibt es rund 6.000 solche Vereine in aller Welt. «Das hat sich wie eine Welle ausgebreitet, inzwischen lachen 300 000 Menschen weltweit regelmässig», sagt der Psychologe Michael Titze aus Tuttlingen. Die Sitzungen mit anhaltendem Gelächter dauern 30 bis maximal 45 Minuten. «Das reicht dann auch», sagt Titze. «Längeres Lachen würde wohl auch keinen Spass mehr machen.»

Quelle: AP

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