Die Leser haben entschieden: Dieses Aquarium ist der schrägste PC der Schweiz

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Die Leser haben entschiedenDieses Aquarium ist der schrägste PC der Schweiz

Maurice Tai und Oliver Hofmann haben den grossen 20-Minuten-Casemodding-Wettbewerb gewonnen. Ihr lautloser PC mit dem Namen Oil Diver hat die Konkurrenz ausgestochen.

von
pst
Oliver Hofmann und Maurice Tai haben mit ihrem Oil Diver die meisten Stimmen der 20-Minuten-Leser eingeheimst.

Oliver Hofmann und Maurice Tai haben mit ihrem Oil Diver die meisten Stimmen der 20-Minuten-Leser eingeheimst.

Das Votum der 20-Minuten-Leser war eindeutig: Mit 10'253 Stimmen hat der von Maurice Tai und Oliver Hofmann zum Aquarium umgebaute PC mit dem Namen Oil Diver den Casemodding-Wettbewerb von 20 Minuten klar gewonnen. Ziel der beiden Computer-Bastler war es, einen komplett geräuschlosen PC herzustellen.

Möglich macht dies die Kühlung mit Öl anstelle von Luft wie bei herkömmlichen PCs. Wird ein Computer mit Luft gekühlt, entsteht durch den Radiator ein permanentes, störendes Geräusch. Die Öl-Kühlung des Oil Divers kommt zwar auch nicht ohne Radiator aus. Allerdings kann dieser wahlweise ausgeschaltet werden, worauf der Aquariums-PC so gut wie ohne Lärmemissionen läuft. Auch mit ausgeschaltetem Radiator erwärmt sich die heisse Kiste der beiden Computer-Bastler nie auf mehr als 40 Grad. Das sei, so Oliver Hofmann, für einen PC zwar auch relativ heiss. Läuft das Gerät allerdings Gefahr, zu überhitzen, schaltet es sich automatisch aus. Für herkömmliche Office-Aufgaben müsse der Radiator nicht eingeschaltet werden, so Hofmann. Allerdings empfiehlt der Casemodder, den Oil Diver bei Game-Sessions immer aktiv mithilfe des Radiators zu kühlen.

Mit Premiere zum Sieg

Der Oil Diver ist das erste Casemodding-Projekt der beiden Wettbewerbsgewinner. Für den Umbau des PCs in ein Aquarium benötigten die zwei ganze drei Tage. Am schwierigsten sei es gewesen, die Trennwand zwischen Wasser und Öl einzubauen, so die beiden Nachwuchs-Modder. Dafür könne man den aufgemotzten Computer tatsächlich auch als Aquarium nutzen, ergänzt Maurice Tai, «sofern man noch einen entsprechenden Wasserfilter einbaut».

Behalten wollen die beiden PC-Tuner ihre abgefahrene Kiste nicht. Bald schon wollen sie ihren Oil Diver verkaufen. Hofmann und Tai hoffen, auf diese Weise zumindest einen Teil ihrer in den Umbau gesteckten Investitionen und Arbeitsstunden wieder zu amortisieren. «Alleine das Öl hat uns 235 Franken gekostet», ergänzt Maurice Tai. Die verbauten Computer-Komponenten seien immer noch zeitgemäss, und die Öl-Kühlung ermögliche eine Übertaktung der Maschine ohne Komplikationen. Schliesslich müsse sich der künftige Besitzer auch keine Gedanken über einen Ölwechsel machen: «Es hält sicher noch mindestens zehn Jahre, sofern keine Schmutzpartikel hineingelangen», sagt Oliver Hofmann.

Pläne für weitere PC-Umbauten haben Tai und Hofmann nicht. Weitere abgefahrene Kisten wollen sie nur auf Bestellung anfertigen.

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