Das Ariel Hipercar kommt mit Turbinenantrieb

Die britische Sportwagenschmiede Ariel hat endlich einen fahrfertigen Prototypen ihres Hipercar vorgestellt.

Die britische Sportwagenschmiede Ariel hat endlich einen fahrfertigen Prototypen ihres Hipercar vorgestellt.

Ariel
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Ariel HipercarDieses Auto kommt mit Turbinenantrieb

Bereits in den 60er-Jahren gab es Pläne für Autos mit Turbinenantrieb. Das verwirklicht nun der Ariel Hipercar, obwohl er eigentlich ein E-Auto ist.

von
Mario Hommen

Die englische Sportwagenschmiede Ariel hat bereits 2017 unter dem Projektnamen Hipercar einen über 1000 PS starken Elektro-Sportwagen für 2020 in Aussicht gestellt. Dann war es lange still um das neue Modell – doch ein nun vorgestellter Prototyp nährt die Hoffnung auf einen möglichen Serienstart in zwei Jahren.

Gewöhnungsbedürftiges Design

Das fahrfertige Auto hat zwar noch nicht den Serienstatus erlangt, doch soll der Zweisitzer recht konkret andeuten, wohin die Reise optisch geht. Das Design des eigenwillig gezeichneten, 4,30 Meter langen Flügeltürers ist allerdings nicht jedermanns Sache. Mit 1,5 Tonnen Gewicht ist er – trotz Alu-Chassis und Carbon-Karosserie – ein schweres Track-Tool. Vor allem für Ariel-Massstäbe.

Schuld an den vielen Pfunden ist natürlich der E-Antrieb, bei dem Ariel vier radnahe Motoren in einer 800-Volt-Architektur mit bis zu 880 kW/1196 PS Systemleistung zusammenführt. Neben der starken Allradversion ist auch eine 2WD-Variante mit zwei Aggregaten an der Hinterachse und entsprechend halber Leistung geplant. Bei der 4WD-Version soll der Sprint von 0 auf 100 genau 4,4 Sekunden dauern – mit 100 sind allerdings nicht km/h, sondern Meilen pro Stunde und damit umgerechnet rund 160 km/h gemeint. Maximal verspricht Ariel über 250 km/h.

Als Range Extender gibt es eine Turbine, die mit E-Fuels oder Wasserstoff den Strom für den Elektroantrieb erzeugt. 

Als Range Extender gibt es eine Turbine, die mit E-Fuels oder Wasserstoff den Strom für den Elektroantrieb erzeugt. 

Ariel
Der Flügeltürer hat ein eigenwilliges Design. Doch wer einen Ariel fährt, will in der Regel auffallen. 

Der Flügeltürer hat ein eigenwilliges Design. Doch wer einen Ariel fährt, will in der Regel auffallen. 

Ariel
Von hinten sieht der Hipercar wie ein Batmobile aus. Neben der Turbine prägen vier Ventilatoren und ein fetter Diffusor die Optik.   

Von hinten sieht der Hipercar wie ein Batmobile aus. Neben der Turbine prägen vier Ventilatoren und ein fetter Diffusor die Optik.   

Ariel

Bescheiden fällt hingegen die Reichweite mit 240 Kilometern aus, obwohl das für eine schnelle Abgabe von viel Leistung optimierte Akkupaket über eine Speicherkapazität von 62 kWh verfügt. Damit die Fahrer nicht von Reichweitenangst geplagt werden, hat sich Ariel etwas Besonderes einfallen lassen: Ein Range-Extender in Form einer 35-kW-Turbine soll aus E-Fuel oder Wasserstoff Strom weitere Kilometer gewinnen.

Besondere Leistung und Technik kosten selbstverständlich. In diesem Fall wohl rund eine Million Pfund, was umgerechnet gut 1,11 Millionen Franken entspricht. Wann der Ariel Hipercar zu haben ist, steht noch in den Sternen.

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