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Aktualisiert

VW ID.4Dieses Auto soll die Massen ins
E-Zeitalter holen

VW bringt seinen ersten Stromer im boomenden Segment der Kompakt-SUV. Die wichtige Allradversion folgt im Sommer.

von
Dave Schneider
14.1.2021

Als erstes Modell auf dem modularen E-Antriebs-Baukasten MEB hat VW den ID.3 lanciert – doch das war nur ein Vorgeschmack. Denn während sich der, nur in Europa angebotene, Kompaktwagen noch immer mit Software-Problemen herumschlägt, steht mit dem ID.4 bereits ein deutlich wichtigeres Modell in den Startlöchern. Dieser wird nicht nur als erstes E-Modell von VW weltweit angeboten, sondern tritt im boomenden Segment der Kompakt-SUV an. Dort, wo mit dem Tesla Model Y schon bald ein echter Gradmesser antreten wird, soll der ID.4 für Volkswagen die Massen ins E-Zeitalter holen.

520 Kilometer Reichweite

Zur Probefahrt durch das verschneite Mittelland tritt der ID.4 in seiner vollen Pracht an: Als vollausgestatteter 1st Edition Max, der ab 63'650 Franken preislich schon ziemlich dick aufträgt. Mit der grösseren Batterievariante (77 kWh) weist er eine WLTP-Reichweite von 520 Kilometern aus – das klingt vielversprechend. Doch beim Losfahren mit voller Batterie zeigt der Bordcomputer nur 325 Kilometer an, weil in der Kälte eben die Reichweite schrumpft, und im Sportmodus sinkt die Anzeige um weitere 35 Kilometer. Doch gut 300 Kilometer sind selbst im Schweizer Winter realistisch. Die Varianten mit dem kleineren 52-kWh-Akku schaffen nach WLTP immerhin 348 Kilometer – diese Versionen kommen ab Juni auf dem Markt, der Einstiegspreis liegt dann unter 39'000 Franken. Geladen wird bestenfalls mit 100 kW Gleichstrom, die grosse Batterieversion mit 125 kW.

Mit einer WLTP-Reichweite von 520 Kilometern ist der VW ID.4 gut aufgestellt. Im Winter schrumpft diese natürlich. 

Mit einer WLTP-Reichweite von 520 Kilometern ist der VW ID.4 gut aufgestellt. Im Winter schrumpft diese natürlich.

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Kaum Tasten, dafür Sensorflächen und ein grosser Touchscreen sorgen für einen modernen Look im Cockpit. 

Kaum Tasten, dafür Sensorflächen und ein grosser Touchscreen sorgen für einen modernen Look im Cockpit.

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Die Allradvariante GTX folgt im Juni – sie wird mit 225 kW die leistungsstärkste Version. 

Die Allradvariante GTX folgt im Juni – sie wird mit 225 kW die leistungsstärkste Version.

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Ebenfalls ab Juni ist die sportliche Variante GTX mit einem zusätzlichen E-Motor an der Vorderachse und somit Allradantrieb erhältlich, die VW unter 57'000 Franken anbieten will. Diese wird mit einer Leistung von 225 kW (306 PS) recht flott unterwegs sein – die Varianten mit reinem Heckantrieb müssen sich voerst mit 150 kW (204 PS) begnügen. Das reicht für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 8,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, was im Alltag absolut ausreicht. Später folgen ausserdem Einstiegsmodelle mit 109 kW (148 PS) oder 125 kW (170 PS). Doch egal in welcher Version: Bezüglich Fahrleistungen sieht der ID.4 im Vergleich zum Tesla Model Y alt aus.

Chic und übersichtlich

Alles andere als alt wirkt hingegen der Innenraum des ID.4: Luftige Platzverhältnisse, bequeme Sitze und angenehme Materialien – da gefällt der SUV deutlich besser als der ID.3 mit seiner eher tristen Hartplastiklandschaft. Das moderne Cockpit mit digitalen Instrumenten, grossem Touchscreen, Sensorflächen und kaum Tasten ist chic und übersichtlich, das optionale Head-up-Display projiziert Informationen wie etwa Navigationshinweise mittels Augmented Reality perspektivisch auf die Strasse – cool! Auf das von anderen E-Autos bekannte One-Pedal-Driving hat VW verzichtet, um den Kunden den Umstieg in die E-Mobilität möglichst leicht zu machen. Ob der ID.4 damit tatsächlich das Zeug zum Welterfolg hat, bleibt abzuwarten. Ein angenehm zu fahrender Elektro-SUV im hübschen Design mit einem guten Platzangebot ist er auf jeden Fall.

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69 Kommentare
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Bürger0

15.01.2021, 21:47

Wenn E Autos erfolgreich sein wollen müssen sie in allen punkten 1:1 mit konventionellen mithaften oder übertreffen. Egal ob eine Batterie mit mehr dichte kommt die Ladedauer bleibt immer gleich 45 min mit einem schnelllader ist eine zumutung

Bürger0

15.01.2021, 21:44

Also wenn ich bei über 50 K 200 km reichweite bei 0 Grad verliere dann möchte ich gar nicht wissen wie es bei -20 Grad ist! Ein verbrenner hat eben 0.5 Liter mehr Verbrauch im Winter wären dann etwa 40 km weniger Reichweite aber nicht über 200 und wa spielt beim Verbrenner keine Rolle ob 0- -20 Grad der mehrverbrauch bleibt konstant. Alle meinen der verbrenner tut mehr heizen als antreiben nur der unterschied die Heizung iat gratis und leistungstark und gleichzeitig habe ich vorteieb und Strom. Kein anderer Motor erledigt 3 Aufgeben gleichzeitig was kann der E-Motor??? ausser besser beschleunigen sonst nix !

sebäschdeli

15.01.2021, 11:57

welch ironie... ausgerechnet, deutschland. werbung, kann ja nicht schaden. oder .... doch??