Lausanne: Dieses Baby kam in der Metro-Station zur Welt
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LausanneDieses Baby kam in der Metro-Station zur Welt

Ein Taxifahrer wollte eine schwangere Frau nicht mitnehmen. Also nahm sie Bus und Metro. Doch ins Spital schaffte sie es nicht mehr rechtzeitig.

von
dia
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Der kleine Daoud kam nicht im Spital, sondern in einer Lausanner Metro-Station auf die Welt.

Der kleine Daoud kam nicht im Spital, sondern in einer Lausanner Metro-Station auf die Welt.

20 Minutes
Der Bub ist wohlauf.

Der Bub ist wohlauf.

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Die Betreiber der U-Bahn schenkten dem Kind ein Abo für die nächsten 25 Jahre.

Die Betreiber der U-Bahn schenkten dem Kind ein Abo für die nächsten 25 Jahre.

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Der kleine Daoud erblickte an einem ungewöhnlichen Ort das Licht der Welt. Nur 50 Meter vom Lausanner Spital CHUV entfernt, beim Ausgang einer Metro-Station, gebar eine junge Frau den Buben.

Wie «20 minutes» berichtet, hatten bei der Frau in der Nacht auf Dienstag die Wehen eingesetzt. Das Paar brachte seine 15 Monate alte Tochter zu einer Nachbarin. Dann wollte es in ein Taxi steigen. Doch der Taxifahrer wies die Fahrgäste ab. «Er sagte, meine Frau könnte das Taxi verunreinigen», sagte der Vater.

Buschauffeur sprang in die Bresche

Mehr Herz als der Taxifahrer zeigte ein Buschauffeur. Dieser hatte seinen Dienst noch nicht angetreten, stimmte aber zu, die beiden nach Riponne nahe dem Spital zu fahren. Dort stieg das Paar in die Metro und fuhr zur Station, die wenige Meter vom Spital entfernt war.

«Wir stiegen aus und fuhren mit dem Lift nach oben. Doch meine Frau schaffte es nicht mehr bis zum Spital», sagte der Vater. Er sei in Panik geraten, in die Klinik gerannt und habe um Hilfe gerufen. Drei Hebammen eilten dem Paar zu Hilfe und brachten den gesunden Buben auf die Welt. «Es war sehr anstrengend. Aber die Hebammen haben grossartige Arbeit geleistet», erzählt die Mutter.

25-Jahre-Abo erhalten

Die Eltern sind froh, dass es ihrem Sohn gut geht. Und die ungewöhnliche Geschichte hat für den kleinen Daoud sogar einen positiven Nebeneffekt. Die ÖV-Betreiberin Transports publics lausannois hat die Geschichte so berührt, dass sie dem Jungen ein Gratis-Abo für die nächsten 25 Jahre schenkte.

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