Aktualisiert 04.01.2016 17:02

Bernaqua«Dieses Bad wird von mir nicht mehr besucht»

Über das aufgehobene Fotoverbot im Erlebnisbad Bernaqua wird rege diskutiert. Vor allem die Benützung von Unterwasserkameras spaltet die Leser.

von
kaf
Nicht alle Leser sind mit der Aufhebung des Fotoverbots im Erlebnisbad Bernaqua einverstanden.

Nicht alle Leser sind mit der Aufhebung des Fotoverbots im Erlebnisbad Bernaqua einverstanden.

Keystone/Peter Klaunzer

Dass im Erlebnisbad Bernaqua im Westen Berns neu wieder gefilmt und fotografiert werden darf, sorgt bei den 20 Minuten Lesern nicht nur für Begeisterung: «Das müsste gar nicht erlaubt sein. Ein Schwimmbad ist zum Schwimmen da und nicht zum Filmen und Fotografieren. Das hat da nix aber auch gar nix zu suchen» so Erik. Ähnlicher Ansicht ist Peter G.: «Beim heutigen Missbrauch finde ich es sehr mutig, das Fotografieren in solchen Bädern zu erlauben. Die Regelung ist zwar klar, hat aber nur Wirkung, wenn die Aufnahmen vor Verlassen des Bades kontrolliert werden. Der Schutz vor Missbrauch sollte höher gewichtet werden als der Wunsch von Eltern, ihre Kinder auch im Schwimmbad fotografieren zu können.»

Einige Eltern fürchten sich davor, dass Fotos der Kinder auf einschlägigen Seiten landen könnten. Leserin Milena glaubt zudem, dass es nicht die Eltern sind, die eine Unterwasserkamera ins Hallenbad nehmen. «Ich denke kaum, dass es in einem Schwimmbad so eine interessante Unterwasserwelt zu sehen gibt, um mit einer Unterwasserkamera zu filmen! Ich vermute, dass dabei andere ‹Motive› vor die Linse kommen...» Für zahlreiche Leser ist die Aufhebung des Fotoverbots gar ein Grund, nicht mehr ins Erlebnisbad Bernaqua zu gehen, darunter auch Leser «Baderatte», der schreibt: «Dieses Bad wird von mir nicht mehr besucht.»

«Finde ich absolut übertrieben»

Die Aufhebung des Verbots findet aber auch Zustimmung: Wie «Die kleine Hexe» verstehen viele den ganzen Rummel um die Aufhebung des Fotoverbotes nicht: «Finde ich absolut übertrieben, dass man sich darüber ärgert, denn man kann heutzutage überall ungewollt oder gewollt abgeknipst oder gefilmt werden.» Leser «huschmie» meint: «An öffentlichen Orten sollte doch fotografieren erlaubt sein. Wer sich zu fest entblössen will, kann das in einer Privatsauna oder zuhause machen.»

Einige Eltern argumentieren, sie wollten Bilder von ihren Sprösslingen schiessen, ohne dass sich andere Menschen im Hintergrund tummeln. Leserin «Trulla»: «Auch ich mache gerne Erinnerungsfotos meiner Kinder. Da es aber schwierig ist, Bilder zu knipsen, auf denen keine anderen Leute drauf sind, lasse ich es an gewissen Orten lieber bleiben.»

Kontrolle durch Angestellte

Eine Alternative zu einem absoluten Verbot schlägt Leser Klaus vor: «Es gibt doch billige digitale Kameras. Warum nicht welche zum Verleihen in den Bädern anbieten? Die Kameras werden nach der Benutzung zurückgegeben und die Fotos kann man sich dann per Mail von der Badi schicken lassen. Alle anderen Kameras werden nicht gestattet. So gibt es Kontrolle und die Freiheit zu fotografieren.» «Doktor Bär» schlägt hingegen vor: «Ich finde das Bad müsste professionelle Fotografen engagieren und jeweils zu gewissen Zeiten einzelne Becken absperren, um dort Fotos zu machen mit zB. Familien etc. Gegen eine kleine Gebühr könnten die Fotos dann am Ausgang bezogen werden.» Schöne Erinnerung!»

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