Irans Ajatollah: «Dieses barbarische Israel muss vernichtet werden»

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Irans Ajatollah«Dieses barbarische Israel muss vernichtet werden»

Irans Staatschef Chamenei hetzt auf Twitter: Er präsentiert ein 9-Punkte-Programm, wie Israel ausradiert werden könne.

von
bat

Die Twitter-Botschaften von Ajatollah Ali Chamenei haben es in sich. «Wir haben 100 Mal gesehen, dass Israel nicht an Frieden interessiert ist. Die haben nicht mal Arafat toleriert, der mit ihnen zusammengearbeitet hat. Sie haben ihn vergiftet», schreibt das iranische Oberhaupt unter anderem.

Oder: «Das barbarische, wölfische, Kinder ermordende Israel muss vernichtet werden.» Es ist eine regelrechte Hasstirade, die Chamenei auf Twitter gegen Israel losgetreten hat.

In einem der Tweets präsentiert Chamenei gar einen 9-Punkte-Plan zur Auslöschung Israels. So schlägt er unter anderem vor, dass die Palästinenser im Westjordanland bewaffnet werden sollen. «Die Menschen im Westjordanland sollten wie jene in Gaza bewaffnet werden, damit das Leid der Palästinenser gemildert werden kann.» Trotzdem sagt er: «Wir empfehlen nicht, eingewanderte Juden ins Meer zu werfen.»

Vielmehr schlägt das iranische Staatsoberhaupt vor, ein Referendum unter allen Bewohnern Palästinas abzuhalten. Also unter Muslimen, Christen und Juden. Danach solle eine Regierung in Palästina gebildet werden, die darüber entscheidet, ob die jüdischen Einwanderer im Land bleiben oder in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden sollten.

Washington reagiert empört

Wie Spiegel.de schreibt, haben die USA auf Chameneis Aussagen empört reagiert. «Wir verurteilen die hasserfüllten Bemerkungen gegen Israel scharf», sagte Aussenamtssprecherin Jennifer Psaki in Washington. Diese Rhetorik sei leider nicht neu, und sie sei auch nicht förderlich für die regionale Sicherheit.

Dass Chamenei derart gegen Israel wettert, dürfte insbesondere US-Präsident Barack Obama nicht freuen. Erst letzte Woche schrieb er laut dem «Wall Street Journal» Chamenei einen Brief, in dem er um Unterstützung im Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat bat. Seit seiner Wahl habe Obama mindestens vier Briefe an Chamenei geschrieben. Darin forderte er eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Israel und dem Iran. Die jüngsten Attacken Chameneis dürften nicht dazu beitragen.

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