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«Grosse Erleichterung»Dieses Ehepaar erhielt heute die erste Covid-19-Impfung im Kanton Bern

Am Montag Morgen wurden im Kanton Bern erfolgreich die ersten Personen gegen das Coronavirus geimpft. Beim Kanton spricht man von einer «gigantischen» Nachfrage bei der Bevölkerung.

von
Lara Hofer
Lara Hofer

Darum gehts

  • Es ist soweit: Auch im Kanton Bern kann nun gegen Covid-19 geimpft werden.

  • Am Montag wurden die ersten Berner geimpft – ein 83-jähriges Ehepaar.

  • Die Betriebsleiter des Zentrums in Wankdorf zeigt sich erleichtert über den erfolgreichen Start – wie auch Franz Neff, Leiter Impfung in Bern.

Am Montag hat nun auch der Kanton Bern damit begonnen, die Bevölkerung gegen Covid-19 zu impfen. Seit Freitag konnten sich Bernerinnen und Berner via Online-Tool und per Telefon für die kostenlose und freiwillige Impfung registrieren lassen. Alexia und Toni Brunner aus Münchringen BE waren die ersten Personen, die sich im Kanton Bern gegen das Coronavirus haben impfen lassen. Als Versuchskaninchen fühlen sich die beiden jedoch nicht: «Für uns war von Anfang an klar, dass wir uns so schnell wie möglich impfen lassen möchten», sagt Toni Brunner. Dies halte er für das Vernünftigste: «Ich tue mich schwer damit, dass sich einige nicht impfen lassen wollen», so der 83.Jährige. Weh getan habe die Impfung jedenfalls nicht. «Ich fühle mich jetzt viel sicherer als noch vor der Impfung», sagt auch Gattin Alexia Brunner.

Grosse und dringliche Nachfrage

Auch Frank Neff, Leiter Impfung und Mitglied des Corona Sonderstabs der Gesundheitsdirektion Kanton Bern, zeigt sich erleichtert über den erfolgreichen Start in den Berner Impfzentren. Denn die Nachfrage nach einer Impfung sei bei der Bevölkerung gross und dringlich: «Mehr als 50 000 Personen haben sich bereits registriert – 20 000 davon haben schon einen definitiven Impftermin abmachen können.»

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Er habe von Anfang an mit einem hohen Ansturm gerechnet. Man sei demnach gut vorbereitet. Zurücklehen könne man sich jetzt jedoch ganz und gar nicht: «Wir machen uns immer noch Sorgen, vor allem um die nächsten Schritte.»

Obwohl die Zukunft ungewiss ist, versuche er, zuversichtlich zu bleiben: «Ich denke, dass die Impfungen in allen fünf Zentren in Bern nun erfolgreich starten können.» Impfen lassen können sich derzeit Personen, die über 75 Jahre alt sind. «Der Gesundheitszustand spielt dabei keine Rolle.» Wann auch jüngere Personen eine Impfung erhalten können, ist zurzeit noch ungewiss.

Viel Arbeit über die Festtage

Innerhalb eines Monates wurde die nötige Infrastruktur realisiert. Der Aufbau des Impfzentrums Wankdorf sei nicht leicht gewesen, so Stefan Bähler, Betriebsleiter des Impfzentrums: «Viele Helferinnen und Helfer sind für mehrere Wochen intensiv damit beschäftigt gewesen – auch über die Festtage.» Umso schöner sei es, dass das Ganze jetzt auf den Beinen steht. «Als die erste Impfung durchgeführt werden konnte und alles gut über die Bühne ging, konnte ich endlich aufatmen.»

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Die Nachfrage nach der Impfung empfindet Bähler als «gigantisch»: «Alle Termine für die nächsten Tage waren innert kürzester Zeit ausgebucht. Der Andrang ist riesig, und das wird wohl auch weiterhin so bleiben.» Pro Tag könnten im Impfzentrum Wankdorf bis zu 600 Impfungen durchgeführt werden. Das Zentrum ist täglich von 9 bis 12 und von 15 bis 20 Uhr geöffnet. So sollen möglichst rasch und effizient alle Impfwilligen geimpft werden können.

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113 Kommentare
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Und was jetzt

12.01.2021, 17:33

Ab sofort gilt im Kanton Luzern die höchste Corona-Alarmstufe rot In Luzern gilt erstmals wieder die höchste Alarmstufe, die der Kanton in der aktuellen Pandemie ausrufen kann.

K272

12.01.2021, 13:01

Wissen die Leute das sie in 6 Monaten wieder Impfen müssen oder informiert man sie erst dann? Wer sich wirklich mit dem Impftoff und den Studien befasst merkt schnell alles Schall und Rauch. Es wurde keine Studie gemacht, sie beginnt erst jetzt mit Menschen aus der Bevölkerung als Testgruppe.......

Gorona

12.01.2021, 10:58

Hat auch gutes.Vielen geht es Finanziell schlecht,und die anderen machen das Geschäft des Jahres.