17.07.2018 14:54

Paléo

Dieses Festival setzt in der Schweiz Massstäbe

Einige bekannte Festivals von St. Gallen bis Gurten sind schon durch. Derweil startet heute in der Westschweiz das grösste Openair der Schweiz.

von
cho
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Bei strahlendem Sonnenschein treffen die ersten Besucher auf dem Gelände des Paléo-Festivals ein. Am Eingang wurden sie jedoch bereits darauf hingewiesen, das in den nächsten fünf Tagen auch Gewitter drohen.

Bei strahlendem Sonnenschein treffen die ersten Besucher auf dem Gelände des Paléo-Festivals ein. Am Eingang wurden sie jedoch bereits darauf hingewiesen, das in den nächsten fünf Tagen auch Gewitter drohen.

Keystone/Salvatore di Nolfi
Den besonderen künstlerischen Vibe des Festivals strahlt auch schon der Eingang zum Camping-Areal aus.

Den besonderen künstlerischen Vibe des Festivals strahlt auch schon der Eingang zum Camping-Areal aus.

Keystone/Salvatore di Nolfi
Kunst gibts hier auch neben der Bühne: Dieses Jahr haben Schüler der Fachhochschule HES-SO ein überdimensionales Korallenriff errichtet.

Kunst gibts hier auch neben der Bühne: Dieses Jahr haben Schüler der Fachhochschule HES-SO ein überdimensionales Korallenriff errichtet.

Keystone/Laurent Gillieron

Sobald Greenfield, Openair St.Gallen, Openair Frauenfeld und schliesslich auch das Gurtenfestival über die Bühne gegangen sind, wird es in der Deutschschweiz wieder ruhiger in Sachen Festivals. Das ist genau der Zeitpunkt, wo in Nyon das grösste Openair der Schweiz stattfindet. Am Dienstag öffnete das Paléo-Festival in Nyon seine Tore.

Es ist ein Openair der Superlative: Während sechs Tagen spielen 90 Bands für 230'000 Besucher. Damit ist das Festival das grösste der Schweiz – und dennoch eine Perle in der hiesigen Konzert-Landschaft.

Ein Teil der Welt ist zu Besuch

Was das Festival jedoch so einmalig macht, ist die Mischung in der Programmation. Auf den insgesamt sieben Bühnen spielen hier viele kleinere, unbekannte Acts auf, die bereits grosses Spektakel bieten. Daneben haben aber auch zugkräftige Headliner Platz auf dem Plakat: Heuer etwa Gorillaz, Depeche Mode oder Lenny Kravitz.

Zudem legen die Organisatoren viel Wert auf ein ausgeprägtes kulturelles Angebot. So verwandelt sich das «Village du Monde» jedes Jahr in einen anderen Teil des Planeten – mit entsprechendem Musik- und Kulinarik-Angebot. Dieses Jahr wird hier alles im Zeichen Südeuropas stehen, wie die Veranstalter verkünden. Die Besucher dürfen sich also auf würzige Speisen und mediterrane Dekoration freuen.

Deko ist am Paléo ohnehin mehr als Deko. An jeder Ecke stehen Kunstinstallationen und kleine Spielereien. Die Fachhochschule Westschweiz baut jährlich eine begehbare Skulptur für die Besucher – manchmal gar eine ganze Spielwiese.

Ausverkauft – und doch noch Tickets

Weiter sorgen auf dem Gelände immer mal wieder kleine, spontane Darbietungen für unerwartete Unterhaltung. Und wer eine Pause vom Festivaltrubel braucht, findet seine Ruhe im Künstlerdorf «La Ruche», wo Zirkus- und Strassenkünstler ihr Können zeigen und ein etwas anderes Festival-Erlebnis bieten.

(Video: Youtube/Paléo Festival Nyon)

Hinter dem Paléo steht ein Non-Profit-Verein, der von rund 4800 ehrenamtlichen Helfern unterstützt wird. Auch wenn die Sechstagespässe seit langem vergriffen sind, können Spontane das Festival erleben: Die Organisatoren haben für jeden Tag 1500 Tageskarten zurückbehalten. Die Karten werden jeweils ab 9 Uhr auf der Internetseite des Festivals verkauft.

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