Baby Princesa: Dieses Findelkind kam im Gummiboot
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Baby PrincesaDieses Findelkind kam im Gummiboot

Vor der Küste Andalusiens haben Retter ein afrikanisches Baby aufgegriffen, das ohne seine Eltern in einem kleinen Boot nach Spanien gelangt war.

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Die Geschichte der kleinen Princesa hat in Spanien eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst: Das zehn Monate alte Mädchen war am Mittwoch vor der Küste im andalusischen Tarifa von spanischen Hilfskräften gefunden worden. Eingepackt in Wolldecken, lag es in einem Gummiboot, in dem acht weitere Afrikaner von Marokko aus die Meerenge von Gibraltar überquert hatten.

Die Flüchtlinge gaben an, dass die Eltern des Babys nicht mitgereist seien, weil sie nach einem Streit mit der Polizei in Marokko daran gehindert worden seien, ins Boot zu steigen. Das Baby, von dem zunächst niemand wusste, wie es hiess, erhielt von den Rettern den Namen Princesa (Prinzessin).

Princesa heisst eigentlich Fátima

Das Kind habe bei seiner Ankunft Fieber gehabt und sei leicht dehydriert gewesen, schreibt die Zeitung «El Mundo». Es habe lange geschlafen und danach zwei Fläschchen Milch getrunken. Princesa wurde zunächst von Mitarbeitern einer Hilfsorganisation und später von einer spanischen Familie aufgenommen.

Den spanischen Behörden gelang es inzwischen, mit den Eltern des Babys in Marokko Kontakt aufzunehmen. Dabei fanden sie heraus, dass die Kleine Fátima heisst. Die Behörden suchen nun nach einem Weg, das Mädchen wieder mit seinen Eltern zusammenzubringen.

920 aus 94 Booten gerettet

Die spanische Küstenwache griff in den letzten Tagen mehr als 900 afrikanische Flüchtlinge in der Meerenge von Gibraltar auf. Insgesamt seien 920 Menschen aus 94 Booten gerettet worden, teilte die Küstenwache auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Wegen des warmen Wetters und der gleichzeitig ruhigen See ist der Flüchtlingsstrom derzeit besonders hoch. Zudem hat sich die Lage in vielen afrikanischen Konfliktgebieten - etwa in Libyen - verschlimmert.

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