Leichter Abnehmen: Dieses Gerät lässt Broccoli nach Schoggi schmecken
Aktualisiert

Leichter AbnehmenDieses Gerät lässt Broccoli nach Schoggi schmecken

Forscher haben ein Device entwickelt, dass den Geschmackssinn im Mund nach Belieben umpolt. Das könnte Abnehmen immens erleichtern.

von
J. Panknin
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Diese Erfindung könnte bald der beste Freund von Abnehmwilligen sein. Denn: Der sogenannte Taste Buddy kann die Geschmacksnerven auf der Zunge so stimulieren, dass gesunde Lebensmittel wie Gemüse plötzlich nach Süsskram schmecken.

Diese Erfindung könnte bald der beste Freund von Abnehmwilligen sein. Denn: Der sogenannte Taste Buddy kann die Geschmacksnerven auf der Zunge so stimulieren, dass gesunde Lebensmittel wie Gemüse plötzlich nach Süsskram schmecken.

City University of London/Imagineering Institute
Denn die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass jeder einzelne Geschmackssinn durch eine bestimmte elektrische Frequenz stimuliert werden kann. Nimmt man den Taste Buddy in den Mund, sendet dieser elektrische Signale aus, um den gewünschten Effekt beziehungsweise Geschmack zu erzielen.

Denn die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass jeder einzelne Geschmackssinn durch eine bestimmte elektrische Frequenz stimuliert werden kann. Nimmt man den Taste Buddy in den Mund, sendet dieser elektrische Signale aus, um den gewünschten Effekt beziehungsweise Geschmack zu erzielen.

City University of London/Imagineering Institute
Weil das Gerät mit den Lebensmitteln zusammen im Mund sein muss, um zu funktionieren, haben die Forscher unter anderem einen Löffel entwickelt. Dieser soll während des Essens die gewünschten Geschmacksknospen stimulieren.

Weil das Gerät mit den Lebensmitteln zusammen im Mund sein muss, um zu funktionieren, haben die Forscher unter anderem einen Löffel entwickelt. Dieser soll während des Essens die gewünschten Geschmacksknospen stimulieren.

City University of London/Imagineering Institute

Wer schon mal eine Diät gemacht hat, weiss, wie schwierig es sein kann, die Finger von Schoggi, Chips und anderen ungesunden Leckereien zu lassen. Dank einer Erfindung von Forschern der City University of London könnte sich das jedoch bald ändern: Der sogenannte Taste Buddy kann die Geschmacksnerven auf der Zunge so stimulieren, dass gesunde Lebensmittel wie Gemüse plötzlich nach Süsskram schmecken.

Wie das geht? Die Wissenschaftler rund um Adrian David Cheok (siehe Box) haben herausgefunden, dass jeder Geschmackssinn durch eine bestimmte elektrische Frequenz stimuliert werden kann.

Nimmt man den Taste Buddy in den Mund, sendet dieser also elektrische Signale aus, um den gewünschten Effekt beziehungsweise Geschmack zu erzielen. In einer Testphase spürten nur wenige der Probanden dabei ein kurzes Kitzeln. Der Rest merkte nicht mal, dass Strom durch ihre Zunge geleitet wurde.

Die Nase muss mitspielen

Allerdings können über die Zunge lediglich die fünf Geschmackssinne süss, bitter, salzig, sauer, umami (fleischig-herzhaft) und der kürzlich entdeckte sechste Geschmackssinn «starchy» empfunden werden. Deshalb arbeitet die Forschungsgruppe noch an einem ergänzendem Mini-Device für die Nase. «Alle unsere Sinne sind eng miteinander verbunden. Geht es aber darum, wie wir etwas schmecken, steuert der Geruchssinn den Grossteil der Informationen bei.»

Die anderen Sinne, also Tasten, Hören und Sehen, würden beim Essen zwar eine Rolle spielen, der Mensch werde sich aber an die neuartige Erfahrung, zum Beispiel Gemüse mit dem Geschmack von Süssigkeiten, gewöhnen, meint Cheok.

Köche und Restaurants würden heute bereits häufig Gerichte mit innovativen Verbindungen von Geschmäckern, Gerüchen und Konsistenzen kreiieren. «Mit unserer Entwicklung werden wir Broccoli nach Schokolade schmecken lassen können – und die Menschen werden es mögen», ist Cheok überzeugt.

Löffel lässt Essen anders schmecken

Weil das Gerät mit den Nahrungsmitteln zusammen im Mund sein muss, um zu funktionieren, haben die Forscher unter anderem einen Löffel entwickelt. Dieser soll während des Essens die gewünschten Geschmacksknospen stimulieren. «So könnte man seinem Baby zum Beispiel gesunden Brei ohne Süssstoffe geben, ihn aber süss schmecken lassen», so Cheok.

Bereits nächste Woche wollen die Forscher den Löffel auf einer Konferenz in Spanien vorstellen. Danach soll er in Produktion gehen. Er sei günstig zu produzieren und werde deshalb auch im Handel nur ein paar Dollar kosten. «Ich glaube, dass in spätestens fünf Jahren solche Geschmacks-Devices überall auf dem Markt erhältlich sein werden», sagt Cheok.

Taste Buddy

Adrian Cheok tüftelt auch daran, virtuellen Dingen realen Geschmack zu verleihen. (Video: City University of London/Imagineering Institute)

Adrian David Cheok ist Direktor des Imagineering Instituts in Malaysia sowie Professor an der City University in London.

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