Einzigartige Kunst in Thun: Dieses Graffiti verändert sich auf Knopfdruck

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Einzigartige Kunst in ThunDieses Graffiti verändert sich auf Knopfdruck

Ein modernisierter Fulehung ziert die Fassade der Länggasse in Thun. Betrachter können das Graffiti mithilfe einer App scannen und so diverse Special Effects und Animationen auslösen.

von
Lara Hofer
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Initiator Marco Seiler (l.) und Stadtpräsident Raphael Lanz vor dem Kunstwerk des Thuner Künstlers Nino Boccardo. 

Initiator Marco Seiler (l.) und Stadtpräsident Raphael Lanz vor dem Kunstwerk des Thuner Künstlers Nino Boccardo.

Damaris Oesch
Das Graffiti hängt an der Fassade in der Länggasse 13 in Thun. 

Das Graffiti hängt an der Fassade in der Länggasse 13 in Thun.

ZVG/Nino Boccardo
Marco Seiler als Initiator und Besitzer der Quartierbeiz 13 an derselben Adresse ist begeistert von dem Kunstwerk. 

Marco Seiler als Initiator und Besitzer der Quartierbeiz 13 an derselben Adresse ist begeistert von dem Kunstwerk.

Darum gehts

  • Der Thuner Künstler Nino Boccardo hat ein Graffiti angefertigt, das sich auf Knopfdruck verändert.
  • Mithilfe einer App erwacht das Bild zum Leben. Auf dem Handybildschirm werden Animationen und Special Effects ausgelöst.

Der Künstler Nino Boccardo hat im Auftrag von Marco Seiler, Besitzer der Quartierbeiz 13 in Thun, ein animiertes Graffiti gesprayt. Das Bild zeigt einen bunten Thuner Fulehung und ziert jetzt die Fassade des Lokals. Das Graffiti ist zwei mal zwei Meter gross und sticht mit seinen bunten Farbkombinationen direkt ins Auge. Betrachter können das Graffiti mithilfe einer App zum Leben erwecken: «Wenn man die Kamera auf das Graffiti richtet, erkennt die App das hinterlegte Bild und löst Animationen auf dem Handybildschirm aus», erklärt Künstler Boccardo. Es ist sein erstes animiertes Kunstwerk.

Während der Vorbereitung und Skizzierung habe er sich oft überlegt, welche Effekte erzeugt werden könnten. Nun steht es fest: «Scannt man das Bild, erscheinen Farbveränderungen, ein Sternenhimmel und ein Zeitraffer, der die Entstehung des Bildes zeigt.» So könnten die Betrachter die Emotionen hinter dem Graffiti verstehen. Die technische Umsetzung der Features habe sich jedoch verspätet und sei deswegen erst in zwei Wochen vollzogen.

Etwas anderes als «illegale Sprayereien der Fussballfans»

Sowohl der Künstler wie auch die Beobachter sind zufrieden mit dem Resultat. «Das Kunstwerk ist einzigartig», so Auftraggeber Seiler gegenüber der «Berner Zeitung». Gemeinsam mit dem Stadtpräsidenten Raphael Lanz enthüllte er kürzlich das Graffiti. «Es ist einmal etwas anderes als die illegalen Sprayereien der Fussballfans», findet einer der rund dreissig Betrachter, die bei der Enthüllung anwesend waren. Künstler Boccardo geht davon aus, dass es immer illegale Graffiti geben wird. Genug Raum für legale und bewilligte Graffiti-Kunst sei demnach umso schöner: «Es sollte immer Platz für Künstler geben, die auf eigene Kosten kreativ sein möchten.»

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