Aktualisiert 08.01.2020 00:17

Cat S52Dieses Handy ist fast unzerstörbar

Das neue Telefon des Baumaschinenherstellers Caterpillar verspricht, besonders robust zu sein und auch Stürze auf harten Steinboden zu überstehen. Wir haben dies getestet.

von
doz

Das Cat-Phone im Härtetest.

Wem schon einmal das Smartphone aus der Hand oder der Hosentasche geglitten und auf einen harten Untergrund gefallen ist, der kennt die Schrecksekunde, die folgt, bevor man das Gerät umdreht und feststellen kann, ob der Bildschirm zersplittert ist. Noch prekärer sind diese Situationen für Personen, die sich viel draussen aufhalten und ihre Telefone auch unter Extrembedingungen nutzen wollen.

Dabei leistet die Firma Caterpillar, die sonst eher als Baumaschinenhersteller bekannt ist, Abhilfe. Schon seit längerem vertreiben sie die sogenannten robusten Telefone für Personen mit einem aktiven Lebensstil, beispielsweise Bauarbeiter oder Extremsportler. Diese Telefone zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders stabil sind und fast allen Bedingungen standhalten können.

Am 29. Oktober ist das neueste Cat-Phone, das S52, auf den Markt gekommen. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es für ein robustes Telefon mit 9,69 Millimetern äusserst dünn und mit 210 Gramm relativ leicht ist. Es ist ausserdem das erste Cat-Handy, das mit einem Fingerabdrucksensor ausgestattet ist. Mit dem neuen Design wollten die Hersteller eine elegantere Alternative zu den herkömmlichen, eher klobigen robusten Telefonen auf den Markt bringen.

Was kann das Telefon?

Das Hauptmerkmal des Telefons ist seine Robustheit. Ein Fall aus einer Höhe von 1,5 Metern auf alle möglichen Ecken, Kanten und auf den Bildschirm sollte dem Telefon nichts anhaben können. Ausserdem ist es laut dem IP68-Zertifikat wasser- und staubdicht. Darüber hinaus hält es Temperaturen von -30 bis 65 Grad Celsius aus und das Display verfügt über bruchsicheres Gorilla-Glas.

Das Telefon hat eine 12-Megapixel-Kamera von Sony auf der Rückseite und einer Frontkamera mit 8 Megapixeln. Der Akku soll laut Hersteller fürs konstante Telefonieren 29,4 Stunden halten, im Stand-by-Modus stellt das Gerät erst nach 28,5 Tagen aus.

Wie schlägt sich das Telefon im Test?

Hält man das Gerät in der Hand, wirkt es massiv und stabil. Die gummierte Hülle fühlt sich allerdings wie Plastik an, hindert das Telefon aber daran, auf glatten Unterflächen abzurutschen. Ausserdem macht sie den Hüllenkauf unnötig.

Was bei der Benutzung zuerst auffällt, ist der 5,65 Zoll kleine Bildschirm mit einer Auflösung von 1440×720. Dies ist im Vergleich zu anderen modernen Smartphones eine eher geringe Auflösung. Einzelne Pixel sind von blossem Auge zu sehen. Das Gerät verfügt darüber hinaus über das Android-Betriebssystem, dass auf dem Telefon eher langsam läuft. Das Scrollen wirkt oft etwas stockend und auch Apps blieben kurzzeitig hängen. Ansonsten läuft das Smartphone aber einwandfrei und trumpft auch mit einer besseren Kamera als die älteren Cat-Modelle auf.

Die Härtetests (siehe Video) besteht das Telefon mit Bravour. Sowohl den Sturz auf den Steinboden als auch das Abtauchen ins Wasser übersteht das Gerät problemlos. Zwar zeigen sich bei der Hülle nach den Stürzen einzelne Kratzer, der Bildschirm hat aber nicht den geringsten Schaden genommen. Auch die Bedienung mit Handschuhen oder feuchten Händen funktioniert meistens gut.

Bei einem Preis von 539 Franken kann das Cat S52 gut mit Telefonen der Mittelklasse mithalten. Die Robustheit ist hierbei sicherlich ein Pluspunkt, schade ist allerdings, dass dem Telefon interessante Zusatzfeatures wie die Wärmebildkamera oder der Luftqualitätssensor des Cat S61 fehlen, da das Telefon an eine Zielgruppe gerichtet ist, die für diese Features keinen Gebrauch haben soll.

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