23.04.2019 02:50

Frauenfeld

«Dieses Hobby kann zu einer Ehekrise führen»

Die Thurgauer Kantonsrätin Kristiane Vietze startet Ende April wie ihr Mann an den Auto-Renntagen in Frauenfeld. Zum Faible für historische Fahrzeuge kam das Paar durch Freunde.

von
20M
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So sieht er innen aus.

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keine Byline
Kristiane Vietze in ihrem Porsche.

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«Seit vielen Jahren schon bin ich begeisterte Zuschauerin an den Auto-Renntagen. Mir gefallen die tollen Autos in Aktion, die spürbare Leidenschaft und das sportliche Ambiente auf der Allmend», sagt Kristiane Vietze. Vietze ist unter anderem Thurgauer Kantonsrätin und gibt sowohl beruflich als auch privat Vollgas. Mit ihrem Porsche ST wird sie an den diesjährigen Auto-Renntagen Frauenfeld am 27./28. April selbst an den Start gehen.

Zum ersten Mal lanciert der ACS Thurgau im Rahmen der Auto-Renntage Frauenfeld eine Gleichmässigkeitsprüfung für historische Fahrzeuge. Eine solche Prüfung ist ein Motorsportwettbewerb, bei dem sich ein Auto oder Motorrad nicht wie in Rennen möglichst schnell, sondern möglichst gleichmässig bewegt. Heisst: innerhalb von Sollzeiten. Wie in der Politik gilt hier: Mass halten, um Erfolge zu erzielen. «Die Gleichmässigkeitsprüfung für historische Wagen, die dieses Jahr zum ersten Mal durchgeführt wird, ist für mich eine gute

Gelegenheit, selbst einmal Rennluft zu schnuppern», so Vietze.

«Er fährt viel schneller»

Die Leidenschaft und Freude an historischen Fahrzeugen kommt dabei nicht von ungefähr. Auch Ehemann Oliver Vietze nimmt seit mehreren Jahren erfolgreich an Slalom- und Rallye-Veranstaltungen teil. «Über Freunde sind wir vor ungefähr drei Jahren zu diesem Hobby gekommen», erzählt sie im Interview. «Allerdings gaben sie uns auch den Hinweis, dass das unter Umständen auch zu einer Ehekrise führen kann», fügt sie lachend hinzu.

Und was sagt ihr Mann dazu, dass sie nun selbst Motorsportluft schnuppern möchte? «Er freut sich, dass ich dieses Jahr nicht nur zuschaue, sondern auch selber fahre. Konkurrieren werden wir uns nicht, wir fahren in anderen Kategorien.» Aber selbst wenn sie in der gleichen Kategorie fahren würden, wäre sie keine Konkurrenz für ihn, zeigt sie sich ambitioniert, aber bescheiden. «Er fährt viel schneller!»

Spass hat Priorität

Für Kristiane Vietze steht allerdings ohnehin nicht der Sieg an erster Stelle: «Für mich steht die Freude am Fahren im Vordergrund. Und selbstverständlich möchte ich auch heil ins Ziel kommen. Gewinnen wäre natürlich auch toll, aber meine Chancen sind sehr gering», sagt sie. Für sie sei es ein spielerischer Wettkampf, der zwar ansporne, aber Verbissenheit sei nicht ihr Ding. Man müsse mit alten Autos arbeiten – ohne Servo oder andere Helferlein, diese seien direkt. Das sei für sie der Reiz.

Das 20. Jubiläum des Traditionsevents findet vom 27. bis 28. April statt. Ein hochwertiges Programm, der zweite Lauf der Schweizer Slalom-Meisterschaft, ein Oldtimer-Treffen am Sonntag, ein Show-Block mit hochkarätigen Rennfahrzeugen und

vieles mehr werden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher an die Frauenfelder Allmend locken. Zudem wird am Samstag ein Tuning-Treffen mit 50 Fahrzeugen stattfinden.

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