25.09.2014 18:46

Total romantisch?

Dieses Paar hält seit 700 Jahren Händchen

Bis dass der Tod uns scheidet. Das versprechen sich so gut wie alle Paare beim Jawort. Doch ein Paar in Grossbritannien konnte selbst der Sensenmann nicht trennen.

von
fee

Ein besonderes Bild bot sich den Archäologen der Universität Leistershire bei Ausgrabungsarbeiten an der «verschwundenen Kapelle» St. Morrell bei Hallaton. Denn neben Fragmenten des Mauerwerks, zerbrochenen Fliesen, Fensterresten und Silbergroschen aus dem 12. bis 16. Jahrhundert fand das Team um Vicki Score auch mehrere Skelette - darunter zwei, die sich mit verschlungenen Armen ein Grab teilen.

Ob es sich dabei wirklich um einen letzten gemeinsamen romantischen Akt handelte, ist ungewiss. Denn schon früher hatten Forscher vereinte Skelette entdeckt, unter anderem im italienischen Mantua. Doch Untersuchungen zeigten, dass die sich umarmenden Liebenden erst nach ihrem Tod in diese Position gebracht worden waren.

Wichtiger sei allerdings die Frage, warum die Toten hier beerdigt worden seien, teilt die Hochschule mit. Denn ganz in der Nähe steht die Kirche von Hallaton, zu der auch ein Friedhof gehört. «Wir vermuten, dass die Kapelle ein Ort für spezielle Bestattungen gewesen ist», so Score. Vorstellbar sei, dass die Toten Pilger gewesen seien oder es sich um Kriminelle gehandelt hat. Das sollen weitere Untersuchungen zeigen.

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