Aktualisiert 13.08.2019 19:25

Basel

«Dieses provokative Abstellen ist unnötig»

Ein Leser-Reporter fragt: Hat die Basler Kantonspolizei Parkbussen verteilt und dabei selbst ihren Tesla falsch parkiert? Die Polizei erklärt.

von
lha
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Die Basler Kantonspolizei wurde am Sonntag, 11. August selbst zum Sündenfall. Ein Leser beobachtete, wie der Alarmpikett-Tesla an der Ecke Elsässerstrasse/Lichtstrasse kreativ parkiert wurde.

Die Basler Kantonspolizei wurde am Sonntag, 11. August selbst zum Sündenfall. Ein Leser beobachtete, wie der Alarmpikett-Tesla an der Ecke Elsässerstrasse/Lichtstrasse kreativ parkiert wurde.

Leser-Reporter
Für Normalsterbliche gilt: Das Trottoir gehört den Fussgängern. Autos dürfen dort nur parkieren, wenn Signale oder Markierungen das ausdrücklich erlauben. Für die Polizei gelten aber andere Masstäbe, wenn sie requiriert wird.

Für Normalsterbliche gilt: Das Trottoir gehört den Fussgängern. Autos dürfen dort nur parkieren, wenn Signale oder Markierungen das ausdrücklich erlauben. Für die Polizei gelten aber andere Masstäbe, wenn sie requiriert wird.

Google Street View
Weil das Alarmpikett für Notfälle jederzeit einsatzbereit sein muss, werden die Fahrzeuge auch bie nicht dringlichen Requisitionen in unmittelbarer Nähe so abgestellt, dass sie schnell abfahren können.

Weil das Alarmpikett für Notfälle jederzeit einsatzbereit sein muss, werden die Fahrzeuge auch bie nicht dringlichen Requisitionen in unmittelbarer Nähe so abgestellt, dass sie schnell abfahren können.

Keystone/Georgios Kefalas

«Korrekt parkieren gilt für alle, auch wenn man einen schicken Tesla fährt», findet Leser-Reporter Marco*. Am Sonntagnachmittag hat er von seiner Wohnung aus gesehen, wie ein Alarmpikett-Tesla der Basler Kantonspolizei beim Voltaplatz auf einem Trottoir parkierte, obwohl genügend freie Parkplätze vorhanden gewesen seien. «Ich sah einen Polizisten mit etwas, was wie ein Ordnungsbussenblock aussah, der sich dann vom Fahrzeug entfernte.»

Auf jeden Fall haben es nicht den Eindruck gemacht, als wäre der Einsatz sehr dringlich gewesen. Kein Blaulicht, keine Verstärkung und erst recht kein Sonderkommando. «Dieses provokative Abstellen dieses viel diskutierten Luxus-Blaulicht-Fahrzeugs ist völlig unnötig», findet er.

Der Polizist, den der Leser beobachtet hatte, ging allerdings nicht Parkbussen verteilen. Der Sprecher der Kantonspolizei, Toprak Yerguz, erklärt: «Das Alarmpikett musste zu einer Person in einer nahe gelegene Liegenschaft, die sich in Nöten befand. Der Einsatz hatte nichts mit Verkehr oder Bussen zu tun.»

Alarmpikett muss notfallbereit parkieren

Grundsätzlich gelten für die Polizei etwas andere Regeln beim Parkieren wie für Normalsterbliche. «Da das Alarmpikett jederzeit für Notfälle einsatzbereit sein muss, werden die Fahrzeuge auch in nicht dringlichen Fällen in umittelbarer Nähe so abgestellt, dass sie schnell abfahren können», erklärt Yerguz. Dann könne es zu solchen Situationen wie auf dem Bild des Lesers kommen. Selbstverständlich würden die Polizisten darauf achten, dass das Fahrzeug so abgestellt wird, dass es keine Behinderung darstellt.

*Voller Name der Redaktion bekannt.

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