Japan-Stromer: Dieses Schmuckstück bringt Nissan in die Elektro-Ära

Vorgestellt wurde der Ariya bereits vor zwei Jahren, nun rollt der Elektro-Crossover endlich zu den Händlern.

Vorgestellt wurde der Ariya bereits vor zwei Jahren, nun rollt der Elektro-Crossover endlich zu den Händlern.

Nissan
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Japan-StromerDieses Schmuckstück bringt Nissan in die Elektro-Ära

Der Ariya soll ein Meilenstein auf dem Weg in Nissans Zukunft sein. Wir sind den E-Crossover bereits gefahren.

von
Dave Schneider

Bereits vor zwei Jahren hat Nissan den Elektro-Crossover Ariya präsentiert, doch die bekannten Liefer- und Produktionsengpässe haben die Markteinführung lange verzögert. Doch nun ist er endlich da: Ab August steht der 4,60 Meter lange und mit 1,66 Meter überraschend hohe Ariya bei den Schweizer Händlern, zunächst als Fronttriebler mit zwei Batteriegrössen. Spannender ist die leistungsstärkste Variante mit Allradantrieb und der grösseren Akkuvariante, doch die lässt weiter auf sich warten – sie soll irgendwann im 1. Quartal 2023 erhältlich sein.

Futuristisch-chic

«Der Ariya stellt für uns ein neues Kapitel auf dem Weg in die Zukunft der Elektromobilität dar», sagt Nissan-Vizepräsident Leon Dorssers. Denn obwohl die Japaner mit dem Leaf bereits seit 2010 ein Elektroauto im Programm haben, ist der Ariya mit seiner komplett neuen E-Plattform das erste Modell der neuen Ära. Entsprechend futuristisch ist der Crossover gestaltet, mit einer bulligen Frontpartie, muskulösen Proportionen und einem eleganten Heck.

Der Innenraum ist sehr geräumig, das Platzangebot entsprechend gut. Das gilt auch für den Kofferraum mit 468 bis maximal 1775 Liter (Allrad: 415). Das Cockpit kommt im aktuell sehr populären Layout daher, mit einem breiten Display-Element, das sich aus zwei Bildschirmen zusammensetzt. Highlight ist die Bedienung der Klimaanlage mit in das Holzimitat integrierten, beleuchteten Tastfeldern, die per Berührung funktionieren. Solche gibt es auch hinter dem Fahrstufen-Wählknubbel auf der hohen Konsole zwischen den Sitzen, etwa um den One-Pedal-Drive-Modus zu aktivieren.

Bis zu 544 Kilometer schafft der Japaner mit der grossen Batterie. Das Einstiegsmodell kommt immerhin bis 414 Kilometer mit einer Akkuladung.

Bis zu 544 Kilometer schafft der Japaner mit der grossen Batterie. Das Einstiegsmodell kommt immerhin bis 414 Kilometer mit einer Akkuladung.

Nissan
Die hohe Konsole zwischen den Sitzen lässt sich elektrisch verschieben. Das Platzangebot ist sehr gut.

Die hohe Konsole zwischen den Sitzen lässt sich elektrisch verschieben. Das Platzangebot ist sehr gut.

Nissan
Bullige Front, fliessende Silhouette, elegantes Heck: Der Ariya ist ein echter Hingucker.

Bullige Front, fliessende Silhouette, elegantes Heck: Der Ariya ist ein echter Hingucker.

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Zum Marktstart stehen zwei Varianten mit Frontantrieb zur Wahl: mit kleinerer Batterie (63 kWh), 414 Kilometer Reichweite und 160 kW Leistung sowie mit der einer 87-kWh-Batterie, 544 Kilometer Reichweite und 178 kW Leistung. Für die Schweiz besonders attraktiv ist aber die Allradvariante e-4orce mit einem zweiten Motor an der Hinterachse, die ausschliesslich mit der grossen Batterie angeboten wird. Sie schafft bis zu 500 Kilometer, leistet 225 kW und generiert ein Drehmoment von 600 Nm. Der e-4orce spurtet in 5,7 Sekunden auf Tempo 100 und schafft einen Topspeed von 200 km/h, während die Fronttriebler 7,5 respektive 7,6 Sekunden benötigen und maximal 160 km/h fahren. Geladen wird mit maximal 130 kW an der DC-Schnellladesäule, wo dank einer ziemlich gleichmässigen Ladekurve die Batterie in 35 Minuten von zehn auf 80 Prozent gefüllt werden kann. An der Wechselstrom-Steckdose saugt der Ariya mit 22 kW.

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Da die Batterieeinheit flach im Fahrzeugboden zwischen den Achsen verbaut ist, hat der Ariya nicht nur einen tiefen Schwerpunkt, sondern auch eine perfekte Gewichtsverteilung von 50/50, zumindest in Allradversion, doch auch der Fronttriebler ist mit 52/48 gut ausbalanciert. Dadurch liegt der je nach Variante zwei bis 2,3 Tonnen wiegende Crossover satt auf der Strasse, steuert präzis und lange neutral durch Kurven und fährt sich generell sehr angenehm. Die Preise starten bei 53'490 Franken, der Fronttriebler mit grosser Batterie ist ab 62’790 Franken erhältlich, das Allrad-Topmodell ist nächstes Jahr ab 66’790 Franken zu haben.

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