Reaktionen zur Krawallnacht: «Dieses Verhalten ist nicht zu rechtfertigen»
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Reaktionen zur Krawallnacht«Dieses Verhalten ist nicht zu rechtfertigen»

Gewaltbereite Jugendliche haben sich am Freitagabend in St. Gallen mit der Polizei angelegt. Die Meinungen der Userinnen und User sind gespalten.

von
Yasmin Rosner
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Die Polizei kontrolliert eine Gruppe Menschen am Blumenmarkt.

Die Polizei kontrolliert eine Gruppe Menschen am Blumenmarkt.

20min
So sah es auf dem Roten Platz um 23.30 Uhr aus - menschenleer.

So sah es auf dem Roten Platz um 23.30 Uhr aus - menschenleer.

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Auch nach 23 Uhr zeigt die St. Galler Polizei Präsenz und kontrolliert vereinzelt Menschen am Bahnhof.

Auch nach 23 Uhr zeigt die St. Galler Polizei Präsenz und kontrolliert vereinzelt Menschen am Bahnhof.

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Darum gehts

  • In St. Gallen eskaliert am Freitagabend die Lage.

  • Jugendliche bewerfen die Polizei, die reagiert mit Tränengas. Es kommt zu Sachbeschädigungen.

  • Die Meinungen dazu sind gespalten.

Im Vorfeld des Osterwochenendes wurde auf Social Media zu Krawallen in St. Gallen aufgerufen. Die Polizei markierte dann auch am Karfreitag-Abend Präsenz. Lange blieb es ruhig, bis nach 21 Uhr die ersten Ausschreitungen registriert wurden. In der Folge kam es zu heftigen Zwischenfällen mit der Polizei: Es wurde mit Böllern auf Beamten geschossen, auch Bierflaschen wurden geworfen – laut Angaben der Stadtpolizei sogar ein Molotow-Cocktail. Die Polizei reagierte mit Tränengas und Gummischrot. Auf Twitter gehen die Meinungen über die Krawalle auseinander, wobei die meisten der Userinnen und User Kritik an jenen Jugendlichen üben, die gegenüber der Polizei gewalttätig waren.

So schreibt ein User, auf der einen Seite zwar Verständnis für den Frust und die Coronamüdigkeit zu haben. Aber: «Dieses Verhalten ist nicht zu rechtfertigen. Geht nach Hause.»

Die Polizei liess während des gesamten Abends einen Helikopter über der Stadt kreisen – um auch von oben Präsenz zu markieren. Dessen Nutzen wurde aber auf Twitter infrage gestellt.

Viele sind der Meinung, dass die Gewalt nichts bringt – dass es dadurch sogar noch länger dauern wird, bis Clubs und Bars wieder öffnen werden.

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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