Aktualisiert 05.07.2018 10:19

Unfallstelle gefilmt

Dieses Video könnte Filmer 500 Franken kosten

Der Polizei ist am Dienstag auf der A1 bei Mörschwil SG ein Lieferwagenfahrer aufgefallen, der eine Unfallstelle gefilmt hatte. Das könnte ihn nun teuer zu stehen kommen.

von
taw

Eine unbekannte Autofahrerin filmte am Dienstagmorgen auf der Autobahn A1 bei Mörschwil einen Unfall. Dabei fuhr sie in einen Absperrbalken und machte sich dann davon. Sie wurde von der Polizeipatrouille vor Ort gesehen, diese waren jedoch mit dem Unfall beschäftigt.

Kurz darauf, gegen 11 Uhr, fiel Mitarbeitenden der Kantonspolizei St. Gallen ein 27-jähriger Lieferwagenfahrer auf, der er an der Unfallstelle vorbeifuhr und diese ebenfalls mit seinem Handy filmte. Er wurde verzeigt.

Leider seien immer mehr solche Fälle zu verzeichnen, schreibt die Kapo SG auf ihrer Facebook-Seite. Filmende Lenker können sich nicht mehr vollständig auf den Verkehr konzentrieren und prallen deshalb mit ihren Fahrzeugen gemäss Aussagen von Mitarbeitenden öfter in Warnsignale oder Abschrankungen. «Sie gefährden mit ihrem Tun nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmende oder Rettungskräfte», so die Polizei.

Appell an die Vernunft

Die Polizei verzeigt Personen, die am Steuer filmen oder fotografieren an die Staatsanwaltschaft. Diese spricht dann eine Busse aus. Mit den anfallenden Gebühren kann diese schnell rund 500 Franken betragen. Das Strassenverkehrsamt prüft bei jedem Polizeirapport zudem allfällige Massnahmen. Dabei wird das Verschulden und der Grad der Gefährdung abgewogen, was letztlich auch zu einer Verwarnung oder sogar zu einem Fahrausweisentzug führen kann.

Da Ablenkung seit einigen Jahren Unfallursache Nummer eins ist, appelliert die Kantonspolizei St. Gallen an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer, sich ausschliesslich aufs Fahren zu konzentrieren und nebenbei keine sonstigen Tätigkeiten auszuführen.

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