Kinostarts Juni 2021 - Dieses wahre Gefängnis-Drama geht unter die Haut
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Kinostarts Juni 2021Dieses wahre Gefängnis-Drama geht unter die Haut

Die Geschichte eines Guantanamo-Gefangenen kommt auf die Leinwand, ein Schweizer Film beleuchtet eine verstrickte Affäre – das und mehr gibts jetzt neu im Kino.

von
Alisa Fäh

Der Trailer zu «The Mauritanian».

Impuls

Darum gehts

  • Wir stellen dir jede Woche die spannendsten Filme vor, die neu ins Kino kommen.

  • Kevin McDonald hat die Geschichte vom Guantanamo-Gefangenen Mohamedou Ould Slahi verfilmt.

  • In einem Schweizer Drama werden soziale Ungleichheiten aufgezeigt.

  • Olivia Colman spielt eine Tochter, die sich um ihren demenzkranken Vater kümmert.

  • Eine Witwe verliert ihren letzten noch lebenden Sohn und beschliesst zu sterben.

«The Mauritanian»

Vierzehn Jahre verbrachte Mohamedou Ould Slahi in Guantanamo hinter Gittern. Im Bestseller «Guantánamo Diary» hat er seine Geschichte vom Kampf um Freiheit festgehalten, nun wurde sie von Kevin McDonald verfilmt.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wird Slahi (Tahar Rahim) festgenommen. Er soll laut der US-Regierung ein Terrorist sein, gar einer der Anführer.

Slahi erhält Support

Slahi landet im Gefangenenlager von Guantanamo Bay und wird ohne Anklage, ohne Prozess jahrelang in Haft gehalten und gefoltert.

Die Strafverteidigerinnen Nancy Hollander (Jodie Foster) und Teri Duncan (Shailene Woodley) nehmen sich dem Fall an: Ob Slahi schuldig ist oder nicht, er hat ein Recht auf Verteidigung. Sie sind überzeugt, dass er einen Prozess verdient – währenddessen ist Militärstaatsanwalt Stuart Couch (Benedict Cumberbatch) unentschlossen.

Brauchst du oder braucht jemand, den du kennst, eine Rechtsberatung?

Hier findest du Hilfe:

Reklamationszentrale, Hilfe bei rechtlichen Fragen

Ein Videocall als Anstoss

«Der Film ist nicht nur wichtig für Slahi, sondern für alle Menschen, die das durchleben, ob in Guantanamo oder einem anderen Gefängnis in einem anderen Land», erzählt Tahar Rahim bei «Gold Derby».

McDonald war sich zunächst nicht sicher, ob er die Story tatsächlich produzieren soll – Slahi selbst war ausschlaggebend: «Ein Videocall mit ihm hat mich dazu bewogen, den Film anzupacken: Er ist ein so aussergewöhnlicher Mensch und nicht einfach ein Überlebender dieser Erfahrung.»

«Spagat»

In ihrem Job als Lehrerin geht sie auf, sie wohnt mit ihrer Tochter und ihrem Ehemann auf dem Land, Marina (Rachel Braunschweig) ist zufrieden mit dem Leben. Es scheint zumindest so.

Was niemand weiss: Oft rauscht sie mit dem Auto in die Berner Agglo zu Artem (Alexey Serebryakov) – Marina hat eine Affäre mit dem Vater einer Schülerin.

Artem hat keine Papiere

Artem und seine Tochter Ulyana kamen vor ein paar Jahren aus der Ukraine in die Schweiz, leben seither ohne Aufenthaltsbewilligung und mit der ständigen Angst, entdeckt zu werden. Als Ulyana bei einem Diebstahl erwischt wird, drohen sie aufzufliegen und Artem verschwindet mit seiner Tochter.

Regisseur Christian Johannes Koch ist in der Schweiz aufgewachsen. Das lieferte den Stoff für sein Spielfilmdebüt, erklärt er in einem Pressestatement: «Mich hat die Gleichzeitigkeit von Ungleichheit, gerade in einem so reichen Land wie der Schweiz, schon immer beschäftigt.»

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Fragen oder Probleme im Bereich Migration/Asylverfahren?

Hier findest du Hilfe:

Der Trailer zu «Spagat».

Frenetic

«The Father»

Die Demenz nimmt immer mehr vom 80-jährigen Anthony (Anthony Hopkins) ein – seine Tochter Anne (Olivia Colman) versucht, ihm Pflegende zu vermitteln, doch Anthony lehnt sich gegen die Hilfe auf.

Das wird er allerdings bald gezwungenermassen ändern müssen, er ist zunehmend auf Unterstützung angewiesen: Selbstständig kann Anthony nicht mehr leben und Anne will zu ihrem Partner nach Paris ziehen.

Der Trailer zu «The Father».

Ascot Elite

«This is not a Burial, it’s a Resurrection»

Mantoa (Mary Twala Mlongo) ist verwitwet und hat gerade ihren letzten noch lebenden Sohn verloren. Der letzte Wunsch der 80-Jährigen: Sie will in ihrem Heimatdorf Lesotho gemeinsam mit ihrem Sohn beigesetzt werden.

Doch dort ist ein riesiges Bauprojekt im Gange: Es wird ein Damm für einen Stausee gebaut und der Friedhof soll bald unter Schlamm begraben sein – dagegen lehnt sich Mantoa auf.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Der Trailer zu «This is not a Burial, it’s a Resurrection».

Trigon

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