Aktualisiert 03.11.2009 01:08

Dietikon ZHDietikon rechnet mit 7 Millionen Franken Defizit

Die Stadt Dietikon erwartet für 2010 bei Gesamtausgaben von 170,5 Millionen und einem Ertrag von 163,5 Millionen Franken ein Defizit von 7 Millionen Franken. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, den Steuerfuss um einen Prozentpunkt auf 122 Prozent zu senken.

Mit 52,1 Millionen Franken seien die Steuererträge leicht tiefer budgetiert als für das laufende Jahr, teilte der Stadtrat am Montag mit. Erwartet werden Nachzahlungen aufgrund des heutigen Systems der Steuerveranlagung. Diese sind mit 8,8 Millionen Franken veranschlagt, was dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre entspricht.

Nach einer Stagnation in den Jahren 2008 und 2009 rechnet die Gemeinde im nächsten Jahr mit einem Anstieg der Ausgaben bei der Sozialhilfe. Der Nettoaufwand der Schule nehme im Vergleich zum Budget 2009 um 600'000 Franken zu, heisst es in der Mitteilung.

Geplant sind Nettoinvestitionen von 18,3 Millionen Franken. Die grössten Brocken sind die Sanierung des Altersheims Ruggacker sowie die letzte Tranche für den Umbau des Restaurants Krone.

Bei der Besoldung des Stadtpersonals sieht der Stadtrat eine Erhöhung der Lohnsumme um 0,4 Prozent vor. Das entspreche den kantonalen Vorgaben.

Überschuss statt Defizit im laufenden Jahr

Einen positiven Ausblick gibt die Limmattaler Gemeinde für das laufende Jahr: Statt des erwarteten Defizits von 5,9 Millionen wird dank höherer Steuereinnahmen in der Rechnung ein Ertragsüberschuss von rund 2 Millionen Franken erwartet.

Im Finanzplan 2009 bis 2013 geht der Stadtrat davon aus, dass sich durch Neuansiedlungen von Firmen und natürlichen Personen die Steuerkraft von Dietikon stärker als im kantonalen Durchschnitt erhöhen wird. Trotzdem werde weiterhin mit namhaften Beiträgen aus dem Finanzausgleich gerechnet.

Auf hohem Niveau halten will die Exekutive die Investitionen in die Infrastruktur. Damit werde ein aktives Standortmarketing betrieben.

Das grosse Investitionsvolumen und die tiefen Bruttoüberschüsse führten jedoch dazu, dass rund 41 Prozent der Investitionen mit Fremdkapital finanziert werden müssten. Bis Ende 2013 rechnet der Stadtrat mit einer Nettoschuld von rund 53 Millionen Franken.

(sda)

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