Bits & Bytes Statistics: Digitalisiert
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Bits & Bytes StatisticsDigitalisiert

Seit Musik, Fotos und andere Daten auf Festplatten, CDs und USB-Sticks abgelegt werden, ist Speicherplatz zur wichtigen Währung geworden. Zahlen und Fakten zu Bits und Bytes.

0 oder 1 sind die beiden möglichen Zustände, die ein Bit, die kleinstmögliche Speichereinheit, einnehmen kann. Auf Null und Eins beruhen sämtliche digitalen Speicher. Lassen sich mit einem Bit zwei Zustände beschreiben, sind es mit zehn Bits bereits 1024. Am exponentiellen Anstieg von Datenmüll sind die zehn Bits allerdings unschuldig.

1 Bild sagt zwar mehr als tausend Worte, benötigt aber etwa tausendmal mehr Speicherplatz: Ein Buchstabe beansprucht lediglich ein Byte, für ein JPEG-Foto, das aus einer 5-Megapixel-Kamera kommt, werden zirka 1,5 Millionen Bytes verschwendet. Wir wagen zu bezweifeln, dass tatsächlich jedes Bild so beredt ist, wie der Platz, den es benötigt.

3,5 Megabyte (oder 3,5 Millionen Bytes) wiegt ein durchschnittlicher Song im MP3-Format, der ungefähr drei Minuten lang ist und mit einer üblichen Kompression versehen wurde. Das ist verhältnismässig wenig, da die MP3s stark komprimiert und von unnötigem Ballast befreit wurden. Damit sind aber nur Töne gemeint, die das menschliche Ohr nicht hört, nicht solche, die es nicht erträgt. Leider.

8 Bits ergeben zusammen ein Byte, die Standardeinheit für alle möglichen Speicher wie Festplatten, CDs, USB-Sticks usw. Für Übertragungsraten – etwa bei einem Internetanschluss – spricht man hingegen von Bits pro Zeiteinheit. Das bestätigt unser Misstrauen in angegebene Übertragungsgeschwindigkeiten.

20 Kilobyte Festspeicher besass der Commodore 64, ein Ur-PC, der 1982 lanciert wurde. Allerdings konnten mit dem so genannten C64 auch 5,25-Zoll-Diskettenlaufwerke benutzt werden, deren Disketten über 170 KB verfügten. Der Arbeitsspeicher betrug 64 Kilobyte, so dass sich mit dem Computer bestens spielen liess – niemand erinnert sich daran, mit einem C64 je gearbeitet zu haben.

100 oder 200 Gigabyte Speicherplatz hat ein moderner Computer auf seiner Festplatte. In ein paar Jahren werden es weit mehr sein. Dies besagt Kryder's Law, gemäss dem sich der verfügbare Speicherplatz alle 18 Monate verdoppelt. Analog dazu gilt das Mooresche Gesetz, gemäss dem sich die Rechenleistung von Computern ebenfalls alle 18 Monate verdoppelt. Murphys Law hingegen besagt, dass das im Zweifelsfall alles nichts nützt.

1024 Bytes sind ein Kilobyte. Im Vulgärgebrauch nimmt man es nicht so genau und rechnet für ein Kilobyte mit 1000 Bytes. Analog dazu sind ein Megabyte eigentlich nicht eine Million Bytes, sondern exakt 1 048 576 Bytes. Der Metzger fragt schliesslich auch immer: «Dörfs es bitzeli meh sii?»

2010 könnte das Internet wegen Überlastung wieder so langsam werden wie zu Zeiten des analogen Modems über die Telefonleitung. Trotz aller Nostalgie wäre das eher der Super-Gau als ein gemütliches Surfen auf der Retro-Welle.

24 500 Buchseiten oder 30 Bände beinhaltet die Brockhaus-Enzyklopädie der neusten Ausgabe. Alternativ dazu gibts den gesamten Textinhalt auch auf einem rund 10 Gramm leichten USB-Stick (allerdings kostet dieser 2320 Franken). Leichter verdauen kann man die Informationsmasse trotzdem nicht.

143 000 000 Webseiten soll es derzeit im Internet geben. Laut der Registrierungsstelle Switch wurde im letzten August die millionste CH-Webseite angemeldet. Dabei handelt es sich um die Site des Einsatzzugs 14 der Feuerwehr Luzern.

2 800 000 000 Computer sind gemäss einer neuen Zählung ans Internet angeschlossen. Sie müssen pro Tag über 100 Mrd. Spam-Mails über sich ergehen lassen, womit wir wieder beim Datenmüll wären. Bei der letzten Zählung im Jahr 1982 hingen gerade mal 315 Computer am noch nicht ganz weltweiten Datennetz.

Felix Raymann

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