Aktualisiert 29.04.2008 18:03

«Die Welle»Diktatur als Schulfach

Der Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) startet während einer Projektwoche zum Thema «Staatsformen» einen Versuch, um den Schülern die Entstehung einer Diktatur nahezubringen.

Ein pädagogisches Experiment mit verheerenden Folgen. Was zunächst harmlos mit Begriffen wie Disziplin und Gemeinschaft beginnt, entwickelt sich innert weniger Tage zu einer richtigen Bewegung namens Die Welle. Bereits am dritten Tag beginnen die Schüler, Andersdenkende auszuschliessen und zu drangsalieren. Als die Situation bei einem Wasserballturnier schliesslich eskaliert, will der Lehrer das Experiment abbrechen. Doch zu spät! Die Welle ist längst ausser Kont­rolle geraten.

Seit über 20 Jahren ist Morton Rhues «Die Welle» ein Schullektürenklassiker, der ganze Generationen von Jugendlichen geprägt hat. In unzähligen Unterrichtsstunden ging es um die Frage, ob Faschismus in der heutigen Zeit noch möglich sei. Dem Regisseur Dennis Gansel gelingt es, eine wahre Begebenheit modern zu erzählen, wobei die Besetzung mit Jürgen Vogel in der Hauptrolle massgeblich zur Stärke dieses Jugenddramas beiträgt. Fazit: Bestes Unterhaltungskino, das wachrüttelt.

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