Aktualisiert 04.07.2014 07:02

Auf dem Vormarsch

Dimitrov will nicht mehr «Baby-Federer» sein

Der Bulgare Grigor Dimitrov ist auf bestem Weg in die Top Ten der Weltrangliste und in den Wimbledon-Final. «Baby-Federer» wird er aber nicht mehr gern genannt.

von
hua

Grigor Dimitrov hat einen Lauf. Der Bulgare hat in der aktuellen Saison noch kein Spiel auf Rasen verloren. Die Weltnummer 13 gewann im Vorfeld von Wimbledon das Turnier von Queens. Dabei schaltete er im Halbfinal Stan Wawrinka aus. Nun steht der 23-Jährige erstmals in seiner Karriere in Halbfinal eines Major-Turnieres. Dank des Sieges im Viertelfinal gegen Titelverteidiger Andy Murray hat Dimitrov mittlerweile neun Partien auf Rasen en suite gewonnen.

Der Bulgare hat Talent, keine Frage. Schon früh wurde der Mann aus Haskovo mit Roger Federer verglichen. «Baby-Federer» nennen ihn die Fans. «Natürlich haben wir da und dort einige Ähnlichkeiten, aber ich möchte, dass die Leute mit den Vergleichen aufhören», änderte Dimitrov seine Meinung gegenüber «CNN». Er sei zwar geschmeichelt und zu Beginn habe er gedacht, das sei cool. Aber mit der Zeit habe er erkannt, wer er sei. «Ich versuche, meinen eigenen Stil aufzubauen und meine eigenen Schläge zu kreieren.» Auch der richtige Federer unterstützt den Bulgaren. «Ich hoffe, die Leute nennen ihn nicht mehr so häufig ?Baby-Federer?. Zuerst ist es lustig, dann wird es mühsam», sagte Federer nach seinem Sieg gegen Dimitrov in Basel vom letzten Jahr.

Dimitrov holte dieses Jahr bereits drei Titel

Doch was weiss man über den Tennisspieler Dimitrov überhaupt? Der 23-Jährige hat beispielsweise das Turnier in Wimbledon schon gewonnen - 2008 bei den Junioren, und er gab dabei keinen einzigen Satz ab. «Grisha», wie Dimitrov mit Spitznamen heisst, hat in seiner bisherigen Karriere vier Turniere auf der Pro Tour gewonnen, drei davon in diesem Jahr. Neben Queens gewann er in Bukarest auf Sand und in Acapulco auf Hardplatz. Seinen ersten Titel feierte er im letzten Jahr in Stockholm, ebenfalls auf Hardplatz.

Dimitrov begann im Alter von fünf Jahren Tennis zu spielen. Schnell sah man, dass der Bulgare viel Talent hat. So zog er nach Paris und trainierte in der bekannten «Patrick Mouratoglou's Tennis Academy». So wurde Dimitrov die Nummer 1 der Junioren und gewann neben dem Wimbledon-Titel auch die US Open für Junioren. In der aktuellen Saison hat er nun gute Chancen, auch bei den Profis erstmals in die Top Ten vorzustossen.

Dieser Punkt gegen den Serben Viktor Troicki zeigt, wieso Dimitrov mit Federer verglichen wird. (Quelle: Youtube)

Bekannt ist Dimitrov nicht nur wegen seines Talents, sondern auch wegen seines guten Aussehens. Der Bulgare ist ein Frauenschwarm. Doch er ist vergeben. Der 23-Jährige ist mit Maria Scharapowa, Glamour-Girl in der weiblichen Tennisszene, liiert. Und was die Damenwelt wohl noch eifersüchtiger machen wird: Dimitrov ist ein liebenswerter Kerl mit Humor. Dass er liebenswert ist, zeigte er am Turnier von Miami. Als er bemerkte, dass ein Ballmädchen bald in Ohnmacht fallen könnte, nahm er sie bei der Hand und führte sie an den Spielerbänken vorbei vom Platz, wo sich Ärzte um das Mädchen kümmerten.

Dimitrov hilft einem Ballmädchen. (Quelle: Youtube)

Dass er auch Humor hat, bewies der Bulgare an einer Pressekonferenz in Indian Wells, bei der plötzlich Spassmacher Novak Djokovic auftauchte. «Mein Freund Grigor ist der bestaussehnde Typ auf der Tour. Du musst nicht viel über Tennis sprechen, du hast dieses Jahr so viel Erfolg. Lass uns über dein Aussehen sprechen», sagte der Djoker. Dimitrov blieb ganz cool und erwiderte: «Was möchtest du wissen?»

Dimitrov und Djokovic haben's an der Pressekonferenz lustig. (Quelle: Youtube)

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