Auch dank Schweizer Firma: Dinosaurier auf 4600 Metern gefunden
Aktualisiert

Auch dank Schweizer FirmaDinosaurier auf 4600 Metern gefunden

Hunderte von Fussabdrücken und fossile Reste von mindestens zwölf verschiedenen prähistorischen Tieren wurden beim Bau einer Strasse zu einer Mine im peruanischen Ancash entdeckt.

von
Daniel Rüegg

Die peruanischen Anden sind nicht nur die Wiege jahrtausendealter Kulturen, sondern auch die letzte Ruhestätte von Dinosauriern und ähnlichen Tierarten, wie die kürzliche Entdeckung von Fussabdrücken und Fossilien auf der Höhe von über 4600 Meter über Meer beweist.

Die sensationelle Entdeckung der bisher höchstgelegenen Dino-Fundstätte der Welt verdankt sich dem Strassenbau: Die in Peru bekannte Mine Antamina liess eine Strasse von ihrem Standort im Departement Ancash, etwa 240 km nordöstlich von der Hauptstadt Lima, zur Küste bauen. Dabei stiessen die Strassenbauer auf über hundert fossile Abdrücke und Knochen von Dinosaurier-Arten, die vor etwa 120 Millionen Jahren gelebt haben.

Bei den Funden konnten zwölf verschiedene Arten unterschieden werden, darunter fleischfressende Giganten und kleine Pflanzenfresser aus der so genannten Frühen Kreidezeit (Aptium). Daneben fanden sich auch ausgestorbene Echsen-Arten wie Urkrokodile und Schildkröten sowie Meerestiere, etwa prähistorische Fische. Dies beweist, dass sich der Fundort zumindest zeitweise unter dem Meeresspiegel befand.

Sowohl die Mine – sie gehört zur Hälfte dem in Zug domizilierten Industrie-Riesen Xstrata – als auch peruanische Institutionen des Kultur- und Naturgüterschutzes begrüssen gemeinsam deren weitere Erforschung. Laut Letzteren besteht die Hoffnung auf eine baldige touristische Erschliessung der Fundstätte.

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