Aktualisiert 29.04.2008 15:58

Dinosaurierspuren sollen Jura populär machen

Der Kanton Jura möchte mehrere tausend Dinosaurierspuren in Ajoie aufwerten und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Mit dem Projekt PaléoJura tut er dies auf erzieherische, spielerische und wissenschaftliche Art.

Für die Realisation des Projektes stehen 3,5 Millionen Franken zur Verfügung. «Das Konzept der Aufwertung der paläontologischen Funde wird aus dem Jura ein international anerkanntes Kompetenzzentrum in diesem Forschungsbereich machen», liess der Kanton Jura heute vor den Medien verlauten.

Die Region um Courtedoux wird heute gemäss Kantonsangaben als weltweit drittwichtigste Fundstelle von Dinosaurierspuren betrachtet. Mehr als 5000 Spuren wurden im Jura ausgegraben.

Das Projekt PaléoJura soll Wissenschaftler, Studierende und ein grosses Publikum anziehen, wie die Projektverantwortlichen sagten. Der Kredit von 3,5 Millionen Franken muss vom Parlament bewilligt werden. Ein Aufruf an private Spender sei bereits erfolgt.

Das Konzept von PaléoJura verfolgt drei Ziele: Erstens soll auf wissenschaftlicher Ebene gearbeitet werden - im Jura soll ein Kompetenzzentrum für Paläontologie entstehen. Zweitens sollen die Schüler mit speziell ausgearbeiteten Lernprogrammen einbezogen werden. Drittens schweben dem Kanton bei den Ausgrabungsorten Grossanlässe für ein breites Publikum vor.

Die Fundorte entlang der Autobahn A16 und auf dem Plateau, das sich nord-östlich von Courtedoux bis nach Porrentruy erstreckt, hätten laut dem Kanton Chancen auf eine Anerkennung als UNESCO- Weltkulturerbe.

(sda)

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