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AmsterdamDirnen demonstrieren für ihre Rotlicht-Fenster

Der Bürgermeister von Amsterdam will die Rotlicht-Fenster schliessen. Dagegen regt sich maskierter Protest.

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In Amsterdam protestieren am 9. Mai 2015 Prostituierte.

In Amsterdam protestieren am 9. Mai 2015 Prostituierte.

Keystone/Robin van Lonkhuijsen
Mit der Schliessung der Fenster soll gegen Menschenhandel vorgegangen werden.

Mit der Schliessung der Fenster soll gegen Menschenhandel vorgegangen werden.

Keystone/Robin van Lonkhuijsen
Die Prostituierten sehen den Ansatz aber am falschen Punkt.

Die Prostituierten sehen den Ansatz aber am falschen Punkt.

Keystone/Robin van Lonkhuijsen

In der niederländischen Grossstadt Amsterdam haben hunderte Menschen gegen die Abschaffung von Schaufenstern demonstriert, in denen sich Prostituierte ihren Kunden anbieten. Die Stadt plant, Fenster zu schliessen, um Menschenhandel und andere Vergehen einzudämmen.

An der Protestkundgebung im Rotlichtviertel der Stadt hätten sich am Donnerstag etwa 250 Demonstranten beteiligt, sagte Polizeisprecherin Marjolein Koek der Nachrichtenagentur AFP. An der Demonstration beteiligten sich zahlreiche Prostituierte. Viele von ihnen waren maskiert, um nicht erkannt zu werden.

«Du stiehlst unsere Jobs»

Sie trugen Transparente mit Parolen wie «Rettet nicht uns, rettet unsere Schaufenster». Während der Kundgebung blieben einige Schaufenster leer; die Prostituierten hinterliessen stattdessen eine Nachricht an Bürgermeister Eberhard van der Laan: «Du stiehlst unsere Jobs.» Etwa 115 von insgesamt 500 der rot oder pink beleuchteten Schaufenster wurden bereits dichtgemacht.

«Sex ist in den Niederlanden eine legale Branche und wir brauchen Unterstützung, wir wollen von den Politikern ernst genommen werden», sagte eine Sprecherin der Prostituierten der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Sie und ihre Kolleginnen würden jedoch wie «Geächtete» behandelt und «aus dem Viertel geworfen, ohne dass uns jemand nach unserer Meinung fragt».

Prostitution ist in den Niederlanden seit 2000 legal. In Amsterdam gehen etwa 7000 Menschen dieser Profession nach. Etwa zwei Drittel von ihnen kommen aus ärmeren Ländern, insbesondere aus Osteuropa. (sda)

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