Discovery hebt am 1. Juli ab
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Discovery hebt am 1. Juli ab

Die «Discovery» soll schon bald wieder ins All: Die NASA will trotz der Einwände eigener Sicherheitsexperten wie geplant am 1. Juli starten.

Der Flug zur Internationalen Raumstation ISS wäre der erste seit knapp einem Jahr und erst der zweite nach der «Columbia»-Katastrophe am 1. Februar 2003, als alle sieben Astronauten an Bord starben.

Der Entscheidung nach zweitägigen Beratungen sei einstimmig erfolgt, sagte NASA-Direktor Michael Griffin laut dem Fernsehsender CBS. NASA-Sicherheitsexperten hatten zwar weitere Änderungen am Aussentank vor einem Start empfohlen, aber kein Veto gegen den Starttermin eingelegt.

Griffin sagte, das Weltraumfähren-Programm würde beendet werden, falls es noch einmal einen Unfall wie damals mit dem «Challenger» oder der «Columbia» geben würde. Die letzte Entscheidung über einen Start müsse er selbst fällen, so Griffin.

Die grössten Sorgen drehen sich um den Aussentank der «Discovery», wo bereits rund rund 15 Kilogramm Schaumstoff an der Isolierung entfernt worden waren. Herunterfallende Teile der Isolation hatten bei der «Columbia» die Katastrophe ausgelöst.

Die siebenköpfige Besatzung der «Discovery» soll während des zwölf Tage langen Einsatzes neue Sicherheitsmassnahmen testen und Reparaturen an der ISS vornehmen. Ausserdem sind zwei Ausseneinsätze im Weltraum geplant. (sda)

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