Discovery: Spektakulärer Ritt durchs All
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Discovery: Spektakulärer Ritt durchs All

Die beiden Discovery-Astronauten Piers Sellers und Mike Fossum haben die Internationale Weltraumstation ISS zu ihrem ersten Aussenbordeinsatz verlassen. Sie hängten sich zu einem spektakulären Ritt durchs All an den verlängerten Roboterarm der Raumfähre.

Die beiden «Discovery»-Astronauten Piers Sellers und Mike Fossum haben am Samstag nach Angaben der US- Raumfahrtbehörde NASA den ersten von drei Aussenbordeinsätzen erfolgreich beendet.

Während des knapp siebenstündigen Ausstiegs führten sie Reparaturarbeiten an der Internationalen Weltraumstation ISS aus und testeten bei einem spektakulären Schwenk durchs All den verlängerten Roboterarm der Raumfähre. Der deutsche Astronaut Thomas Reiter und der russische Kommandant der ISS Pawel Winogradow entluden weiter das Leonardo-Frachtmodul.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat den Einsatz der «Discovery» um einen Tag verlängert und das Programm um einen dritten Aussenbordeinsatz erweitert.

Die beiden US-Astronauten Sellers und Fossum verliessen am Samstag um 15.17 Uhr MESZ die Raumstation für ihren ersten Aussenbordeinsatz. Zuerst reparierten sie die Kabelverbindung eines mobilen Transporters. Sie setzten ein Teil ein, das künftig verhindert, dass ein Kabel zur Stromversorgung und Datenübertragung zerstört werden kann.

Danach begann der spektakuläre Schwenk durchs All. Dabei standen Sellers und Fossum auf kleinen Fussplattformen, die links und rechts am Roboterarm der Raumfähre hingen. Die NASA wollte testen, ob der Roboterarm mit der 15 Meter langen Verlängerung stabil genug ist, um Raumfahrer im Fall einer Notreparatur präzise zu allen Problemstellen an der Aussenhaut zu manövrieren.

Vom Erfolg des Manövers hängt beispielsweise ab, ob der Unterboden einer Raumfähre von der jeweiligen Crew schnell mit Hilfe des Roboterarmes repariert werden kann.

Nach Angaben der NASA gibt es an der Raumfähre noch drei kleinere Problemzonen, die genauer untersucht werden sollen. Ein weisslicher Fleck an der Nase der Raumfähre stellte sich als Abdruck von Vogelkot heraus.

Bislang hat die NASA noch nicht entschieden, ob zwei zwischen Hitzekacheln herausstehende Füllstreifen von Sellers und Fossum herausgezogen werden sollen.

Bis Montag will die NASA Gewissheit haben, ob die «Discovery» am 17. Juli sicher zur Erde zurückkommen kann.

Bereits vor dem ersten Aussenbordeinsatz hat die NASA den Flug der «Discovery» um einen Tag verlängert. Dies war von Anfang an geplant, falls die Raumfähre genügend Treibstoff hat.

Die Ausweitung der Mission auf nunmehr 13 Tage soll nach den Worten von NASA-Manager John Shannon den dritten Aussenbordeinsatz ermöglichen. Dieser ist für Mittwoch vorgesehen.

(sda)

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