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Distanz in einer Beziehung muss nicht das Ende sein

Kein Wunder, ist die Scheidungsrate so hoch: Fast niemand kennt die Entwicklungsphasen einer Paarbeziehung. Dabei sollten diese eigentlich kräftig geübt werden.

Der Himmel hängt voller Geigen, man sieht die Welt durch die rosarote Brille – und platsch, landet man auf dem Boden der Tatsachen: Immer mehr Streitigkeiten, der Partner scheint sich plötzlich zu entfremden, eigene Bedürfnisse werden wichtiger. Ein Grund zur Trennung? Heute leider oftmals schon. «Dabei ist dieser Zustand ein normaler Sprung in die nächste Entwicklungsphase», weiss Sexualpädagogin Doris Zbinden.

Leider kennt sich nur fast niemand mehr damit aus. Zbinden: «Dabei wäre es vor allem für junge Menschen wichtig, diese Schemen zu trainieren, um in Beziehungen glücklicher zu sein.» Die Kenntnisse des Inhalts der fünf Stufen (die sich übrigens in unregelmässigen Abständen wiederholen) bildet die Voraussetzung für eine glückliche Beziehung. Und der Respekt gegenüber einer eigenständigen Person – und nicht einem Teil des Klebeduos.

Martina Marti

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