DJ Bobo alleine gegen den Balkan
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DJ Bobo alleine gegen den Balkan

DJ Bobos Vampirsong mag nicht über alle Zweifel erhaben sein. Doch die Balkanländer und ehemaligen GUS-Staaten haben im Eurovision Song Contest selbst mit dem schlechtesten Lied die besseren Karten. Heute findet in Helsinki mit dem Halbfinale die Vorentscheidung statt. 20minuten.ch berichtet ab 21.00 Uhr live.

Zwar wird am Eurovision Song Contest vorgegeben, dass die beste künstlerische Leistung letztendlich mit dem Sieg belohnt wird. Dem ist nicht so, wie Dr. Mirko Marr, Dozent am Institut für Publizistikwissenschaften der Uni Zürich sagt: «Was gemessen wird, ist zum Beispiel auch die Solidarität zwischen Staaten. Es geht nicht zuletzt um die Popularität von Nationen, so voten ehemalige GUS-Staaten für ehemalige GUS-Staaten und Balkanstaaten für andere Balkanstaaten.»

Besonders in den letzten Jahren ist diese Tendenz spürbarer geworden. So gewann 2003 die Türkei den Event, 2004 die Ukraine und 2005 war Griechenland erfolgreich. 2006 belegten Russland und Bosnien-Herzegowina hinter Finnland die Plätze zwei und drei.

Laut Marr ist aber nicht ausgeschlossen, dass DJ Bobo die Phalanx der Künstler aus den bevölkerungsreichen Staaten auf dem Balkan und in Osteuropa durchbrechen kann. DJ Bobos grosser Bekanntheitsgrad könnte ihm zum Durchbruch verhelfen: «Bekanntheit kann Nachbarschaftshilfe schlagen», sagt Marr.

Trends auf Youtube ersichtlich

Wenn man der «YouTube»-Hitparade glaubt, steht der Gewinner des Eurovision Song Contests 2007 jetzt schon fest.

Haushoher Favorit am diesjährigen Eurovision Song Contest ist - wenn man dem YouTube-Orakel vertraut - die Türkei. «Shake It Up Shekerim» von Kenan Dogulu wurde auf der Video-Plattform insgesamt über 1'800'000 Mal angesehen. Auf Platz zwei folgt mit «nur» noch 712'000 Views die Konkurrenz aus Griechenland: Sarbel mit «Yassou Maria».

DJ Bobo auf Platz vier

Der Schweizer Beitrag «Vampires Are Alive» ist nicht schlecht unterwegs: Hinter «The Worrying Kind» der schwedischen Gruppe Ark (rund 670'000 Views) belegt DJ Bobos Song den vierten Platz. Über 500'000 Mal wurde der Vampir-Clip bisher angeschaut - möglicherweise verdankt er einen Teil seiner Popularität auch dem Umstand, dass er von christlichen Kreisen angegriffen wurde.

Knapp hnter Bobos Vampir-Song rangiert der umstrittene Beitrag aus Israel, «Push The Button» von Teapacks, der ebenfalls auf rund eine halbe Million Views kommt.

Die YouTube Top Five der Eurovision Song Contest Hitparade

Alle Videos: YouTube.com

Rang 1

Türkei

Kenan Dogulu - Shake It Up Shekerim

Rang 2

Griechenland

Sarbel - Yassou Maria

Rang 3

Schweden

Ark - The Worrying Kind

Rang 4

Schweiz

DJ Bobo - Vampires Are Alive

Rang 5

Israel

Teapacks - Push The Button

Daniel Huber/Maurice Thiriet

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