DJ Bobo entert die Konzerthallen

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DJ Bobo entert die Konzerthallen

Mit grossem Aufwand startet Popstar DJ Bobo seine neueste Tournee. Eine ausgeklügelte Live-Show verspricht allen Fans ein grossartiges Konzerterlebnis.

Lautes Krachen, Flammen schlagen in die Höhe und grelle Laserstrahlen durchschneiden den Kunstnebel. Zehn Tänzer im Seeräuber-Kostüm bewegen sich choreografisch exakt zu Gitarrenklängen und Synthesizer-Melodien. Das alles auf einer Bühne, die aussieht wie Piratenschiffe in Hollywood-Filmen. Was hier anmutet wie die Szene aus einem Rockmusical, ist in Wirklichkeit die neue Bühnenshow des Schweizer Popstars DJ Bobo («Chihuahua», «I Believe»).

Gut zwei Monate vor der Veröffentlichung seines elften Albums am 31. Januar 2005 hat der 36-jährige Produzent und Sänger im schweizerischen Skiort Engelberg die passende Live-Show vorgestellt. Der Titel des Albums, «Pirates of Dance», ist das Thema für die Bühnenshow. Vom kommenden Frühling an, Tourstart ist am 29. April in Köln, will DJ Bobo alias René Baumann mit einem 32 Meter langen und 10 Meter breiten Piratenschiff die grössten Hallen in Europa anlaufen.

«Wir wollten eine neue Bühnenform. Eine, die längs in die Halle ragt», sagt DJ Bobo. Zweitens sollte die Show vollständig im Seeräuber-Stil gestaltet werden. «Diese Piraten-Geschichte hat mich immer schon fasziniert», sagt der Musiker. Auch das Album, das mit seinen Dance-, Latino und Rockklängen wie eine Musikrevue klingt, orientiere sich an diesem Thema.

Die beeindruckende Bühnenkonstruktion - vom Totenkopf bis zu den Kanonen detailverliebt ausgestattet, ragt tatsächlich sehr weit in den Zuschauerraum hinein. «Die Längsform hat schon so ihre Tücken», gesteht DJ Bobo. Sie habe aber auch Vorteile: So bietet das etwa 80 Tonnen schwere Gebilde, das in sieben Sattelzügen Platz findet, zehn Tänzern und einer fünfköpfigen Live-Band aussergewöhnlich viel Platz für rasante Auftritte.

Jeder Song bekommt während des rund zweistündigen Auftritts seine eigene Show. Während das Publikum eine ausgewogene Mischung aus alten Hits und neuen Stücken hört, kann es zirkusreife Einlagen bewundern: So werden brennende Fackeln jongliert, Salti geschlagen und Pyramiden aus Menschen gebaut. Dafür hat DJ Bobo neben dem üblichen Tanzteam, zu dem auch wieder seine Ehefrau Nancy gehört, die deutsche Artistentruppe «Magic Artists» engagiert.

Bereits auf den vergangenen Tourneen hat der Schweizer versucht, sein Publikum mit Spezialeffekten und gewaltigen Bühnenbildern zu beeindrucken. Einen Aufwand wie bei der neuesten Show habe er nach jedoch noch nie betrieben. «Dieses Projekt ist für uns ein Meilenstein», sagt DJ Bobo. Fast ein Jahr hätten er und sein Team für die Umsetzung der Ideen benötigt. Die Tour müsse von bis zu 120 Mitarbeitern begleitet werden.

Trotz der Anleihen im Musical-Genre will der Künstler die Show nicht als ein Bühnenstück verstanden wissen. «Ich habe bewusst versucht, keine Geschichte zu erzählen. Das hätte auch nicht funktioniert», sagt DJ Bobo. Sein Ziel sei es, «ein Gesamtkunstwerk der Töne, Bilder und Illusionen» zu schaffen. Das ist im Ganzen gelungen, auch wenn die Musik von der Show gelegentlich in den Hintergrund gedrängt wird.

Tourdaten Schweiz:

13.05.2005 Bern,

14.05.2005 Luzern, Swiss Life Arena

Eisstadion - Arena;

15.05.2005 Basel, St. Jakobshalle;

16.05.2005 Kreuzlingen, Bodensee Arena;

19.08.2005, Zürich,Hallenstadion.

Tourdaten Deutschland:

29.4.2005 Köln,

30.4. Frankfurt,

1.5. Stuttgart,

3.5. Chemnitz,

4.5. Leipzig,

5.5. Berlin,

6.5. Hamburg,

7.5. Hannover,

8.5. Oberhausen,

25.5. Saarbrücken,

26.5. Magdeburg,

27.5. Bamberg,

28.5. München

(sda)

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