Aktualisiert 05.05.2015 15:45

Gerichtsurteil«Django-Sklavin» Watts muss sich entschuldigen

Weil sie beim Sex im Auto mit ihrem Freund von der Polizei erwischt worden war und diese darauf beleidigte, wurde US-Schauspielerin Daniéle Watts am Montag verurteilt.

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Die Schauspielerin Daniele Watts wurde im September 2014 auf den Strassen Hollywoods in Handschellen gelegt. Die Polizei hielt sie für eine Prostituierte, da sie ihren weissen Freund geküsst hatte.

Die Schauspielerin Daniele Watts wurde im September 2014 auf den Strassen Hollywoods in Handschellen gelegt. Die Polizei hielt sie für eine Prostituierte, da sie ihren weissen Freund geküsst hatte.

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Watts, die eine Haus-Sklavin im Tarantino-Film« Django Unchained» spielte, weigerte sich, ihren Ausweis zu zeigen.

Watts, die eine Haus-Sklavin im Tarantino-Film« Django Unchained» spielte, weigerte sich, ihren Ausweis zu zeigen.

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Offenbar holte sie sich bei der Verhaftung einige Schrammen.

Offenbar holte sie sich bei der Verhaftung einige Schrammen.

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Nach ihrer Festnahme wegen mutmasslichem Sex in der Öffentlichkeit warf US-Schauspielerin Daniéle Watts den Polizisten Rassismus vor – nun muss sie zurückrudern.

Die 29-Jährige müsse sich schriftlich bei den drei Beamten entschuldigen, ordnete ein Gericht in Los Angeles am Montag an. Um Verzeihung soll sie auch Bewohner eines Gebäudes bitten, in dessen Nähe sie im vergangenen Jahr verhaftet worden war.

Dort waren Polizisten einem Notruf nachgegangen, wonach zwei Personen in einem geparkten Auto lautstark Geschlechtsverkehr hätten. Sie stiessen auf Watts und ihren Freund Brian Lucas. Die Schauspielerin erklärte aber, sie sei von der Polizei fälschlicherweise für eine Prostituierte gehalten worden. Dabei hätten sie sich nur geküsst. Das Paar warf den Beamten zudem vor, rassistische Vorurteile zu hegen. Watts ist dunkelhäutig, ihr Freund weiss.

«Sie bereut einige Dinge, die sie gesagt hat»

Später wurde dem Paar neben öffentlicher Ruhestörung auch unzüchtiges Verhalten vorgeworfen. Letzterer Vorwurf wurde jedoch am Montag fallengelassen. Allerdings wurden Watts und Lucas zu 40 Sozialstunden verdonnert. Ein Jahr lang dürfen sich die beiden nichts zuschulden kommen lassen. Wenn sie sich daran halten, wird der Fall endgültig ad acta gelegt und aus dem Vorstrafenregister getilgt.

Watts Anwalt Lou Shapiro sagte, sie bereue «einige Dinge, die sie den Beamten gesagt» habe. Die Schauspielerin wurde vor allem durch eine Nebenrolle im Fall «Django Unchained» bekannt. (sda)

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