Djindjic-Prozess: Einwände der Verteidiger abgelehnt
Aktualisiert

Djindjic-Prozess: Einwände der Verteidiger abgelehnt

Der Prozess gegen die mutmasslichen Mörder des serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic ist am Dienstag in Belgrad fortgesetzt worden.

Die Befangenheitsanträge der Verteidiger gegen alle drei Richter sowie die Anklagevertreter wurden abgelehnt.

Die Anträge seien nicht innerhalb der gesetzlich festgelegten Frist eingereicht worden, meldete das serbische Staatsfernsehen RTS unter Berufung auf das Oberste Gericht.

Von den 15 in direktem Zusammenhang mit dem Attentat Beschuldigten sind nur 6 in Haft, darunter der mutmassliche Todesschütze Zvezdan Jovanovic.

Insgesamt sind 8 Tatverdächtige auf der Flucht. Ebenfalls flüchtig ist der mutmassliche Drahtzieher der Bluttat, Milorad Lukovic, genannt Legija. Djindjic war am 12. März in Belgrad erschossen worden.

In dem Prozess sind weitere 21 Mitglieder des kriminellen «Zemun- Clans» angeklagt, der hinter dem Djindjic-Mord und einer Reihe von anderen Gewaltdelikten stecken soll. Über die Forderung des Anwalt von Jovanovic, das unmittelbare Djindjic-Mordverfahren von den anderen Anklagepunkten zu trennen, wurde nicht entschieden.

(sda)

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