Finalsieg gegen Medwedew – Djokovic-Bezwinger Zverev gewinnt ATP-Finals
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Finalsieg gegen MedwedewDjokovic-Bezwinger Zverev gewinnt ATP-Finals

Alexander Zverev hat zum zweiten Mal nach 2018 den Titel beim Saisonabschluss der besten Tennisprofis des Jahres gewonnen. Der 24-jährige Hamburger gewann im Endspiel am Sonntag in Turin gegen den russischen Titelverteidiger Daniil Medwedew 6:4, 6:4.

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Alexander Zverev gewinnt den ATP-Final in Turin.

Alexander Zverev gewinnt den ATP-Final in Turin.

REUTERS
Sein Gegner Daniil Medvedev verliert gegen den Deutschen. 

Sein Gegner Daniil Medvedev verliert gegen den Deutschen.

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Zverev findet auf alles eine Antwort.

Zverev findet auf alles eine Antwort.

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Darum gehts

  • Am Sonntagabend fand der Final der ATP-Finals zwischen Zverev und Medwedew statt.

  • Der 24-jährige Zverev findet auf alles eine Antwort.

  • Damit krönt der Deutsche seine tolle Saison und ist der «Beste der Besten».

Olympiasieger Alexander Zverev hat sein glänzendes Tennis-Jahr mit dem zweiten Titel beim ATP-Saisonabschluss gekrönt. Der 24-Jährige imponierte am Sonntag in Turin mit einem ungefährdeten 6:4, 6:4 gegen den russischen Titelverteidiger Daniil Medwedew und triumphierte wie 2018 bei den prestigeträchtigen ATP-Finals. Knapp vier Monate nach der emotionalen Goldmedaille von Tokio ist Zverev beim Jahresabschluss der Besten der Beste und unterstreicht seine Ambitionen für 2022. Dass das Endspiel in nur 75 Minuten so souverän an Zverev ging, überraschte.

Abgesehen von den Grand-Slam-Turnieren und den Olympischen Spielen sind die ATP-Finals das bedeutsamste Event, das es im Tennis zu gewinnen gibt. Der Hamburger gilt jetzt als inoffizieller Tennis-Weltmeister. Im Halbfinale hatte die Nummer drei der Welt wie bei den Sommerspielen in Japan gegen den serbischen Tennis-Topstar Novak Djokovic für eine Überraschung gesorgt.

Viel Preisgeld für deutschen Olympiasieger

Gegen den US-Open-Titelträger Medwedew knüpfte Zverev an diese Leistung vom Samstag an und gewann völlig verdient. Das Preisgeld von 2,143 Millionen US-Dollar dürfte ihm den Urlaub versüssen, mehr zählen dürfte für ihn aber der sechste Titel in den vergangenen elf Monaten. So viele Turniersiege hat der vielversprechendste deutsche Tennisspieler seit Boris Becker noch nie in einem Jahr abgeräumt. So viele hat kein anderer in diesem Jahr geschafft. Zverev aber fehlt weiter der Grand-Slam-Triumph und 2021 auch der Einzug in ein Finale bei einem der vier wichtigsten Turniere.

Rund 17 Stunden nach seinem 7:6 (7:4), 4:6, 6:3 im Halbfinal über Djokovic musste Zverev in Turin wieder ran. Zum Lied «Man On A Mission» betrat er die mit rund 7000 Zuschauerinnen und Zuschauern gefüllte Halle. Von Müdigkeit war ihm nach dem intensiven Match gegen den Topgesetzten zumindest von aussen nichts anzumerken. Wie schon gegen Djokovic war der Aufschlag der Schlüssel. Zudem überzeugte Zverev mit seinem druckvollen Grundlinienspiel und hatte auch das Glück auf seiner Seite wie beim Netzroller, der ihm das Break zur schnellen 2:1-Führung sicherte.

Eindrucksvoller Finalsieg

Am Dienstag hatte der 1,98 Meter grosse Rechtshänder im Vorrundenspiel gegen Medwedew zu Beginn noch zu wenig die Initiative gegen seinen russischen Weggefährten seit Kindertagen übernommen. Am Ende hatte er die fünfte Niederlage in Serie hinnehmen müssen, wenn auch nur zwei Punkte fehlten. Überzeugt hatte Zverev anschliessend klargestellt: «Ich habe immer noch die Chance, dieses Turnier zu gewinnen, und das ist es, woran ich denke.»

Eindrucksvoll liess er seinen Worten Taten folgen. Diesmal war Zverev früh der Bessere. Beim Satzball war er sicher, dass Medwedew den Ball zu lang geschlagen hatte und konnte den Videobeweis in Ruhe abwarten. Im zweiten Durchgang holte sich Zverev gleich im ersten Spiel das Break. Neun Siege waren dem Vorjahressieger Medwedew zuvor nacheinander bei den ATP-Finals gelungen. Zverev aber hielt abgeklärt seine Führung.

«Ich bin sicher, bald wird er ein Grand-Slam-Champion»

Mit seinem insgesamt 19. Turniersieg hängt der Hamburger schon mit 24 Jahren den früheren Wimbledonsieger Michael Stich ab. Nur Boris Becker hat in der Geschichte des deutschen Herren-Tennis mehr. Die Kritiker, die bemängeln, dass er noch keinen Grand-Slam-Titel gewonnen hat, besänftigt er damit aber noch nicht. «Er ist ein grossartiger Typ, ein fantastischer Tennisspieler. Ich bin sicher, bald wird er ein Grand-Slam-Champion sein», sagte Djokovic.

(dpa)

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