ATP-Turnier in Paris: Djokovic scheitert nach Halloween-Auftritt
Aktualisiert

ATP-Turnier in ParisDjokovic scheitert nach Halloween-Auftritt

Novak Djokovic scheitert in Paris-Bercy überraschend in der zweiten Runde. Der Serbe verspielt dabei eine deutliche Führung gegen den Amerikaner Sam Querrey.

Novak Djokovic (ATP 2) ist am Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy überraschend in der 2. Runde gescheitert. Die Weltnummer 2 verlor nach einem Freilos zum Auftakt gegen den Amerikaner Sam Querrey (ATP 23) 6:0, 6:7 (5:7), 4:6. Vor der Partie war der Serbe noch zu Spässen aufgelegt und lief als Darth Vader ein - in Anlehnung an Halloween.

Am Ende musste sogar Djokovics Mutter auf der Tribüne lachen. 6:0, 2:0 hatte ihr Sohn Novak gegen den gleichaltrigen Kalifornier geführt und schien einem ungefährdeten Sieg entgegenzusteuern, ehe Querrey, der insgesamt 18 Asse schlug, die grosse, überraschende Wende gelang. Nach gut zwei Stunden verwertete der Amerikaner seinen zweiten Matchball mit einem Servicewinner zum ersten Sieg im fünften Duell mit Djokovic. Diesem hatten sich beim Stand von 3:4 im dritten Satz noch einmal fünf Chancen zum Rebreak geboten, die Querrey aber allesamt zunichte machte.

Djoker wird trotzdem Nummer 1

Erstmals seit März 2010 und dem Turnier auf Key Biscayne verlor Djokovic, der wegen Halloween den Court mit einer Darth-Vader-Maske betreten hatte, wieder seine erste Partie an einem Turnier. 2012 hatte der Serbe, der 2009 in Paris-Bercy triumphiert hatte, an allen 15 Turnieren, an denen er angetreten ist, zumindest die Viertelfinals erreicht. Seine letzte Niederlage gegen einen Spieler ausserhalb der Top 20 hatte der fünffache Major-Sieger vor mehr als einem Jahr in Basel kassiert, als er im Halbfinal an Kei Nishikori (Jap) gescheitert war.

Trotz der Niederlage wird der Serbe am nächsten Montag in der Weltrangliste Roger Federer wieder als Nummer 1 ablösen. Unabhängig vom Ausgang der ATP-Finals in London nächste Woche wird Djokovic nach dem Verzicht Federers auf eine Teilnahme in Paris das Jahr zum zweiten Mal in Folge an der Spitze des Rankings beenden.

Murray und Del Potro ohne Mühe

Ohne Mühe erreichten Juan-Martin Del Potro und Andy Murray die nächste Runde. Der Argentinier bezwang den Kolumbier Alejandro Falls mit 6:2, 6:2 und Olympiasieger Andy Murray setzte sich gegen den Franzosen Paul-Henri Mathieu mit 7:5, 6:3 durch. (si)

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