07.09.2020 08:59

Fliegende Schläger und BälleDjokovics Ausraster und Fehlschüsse

Novak Djokovic hat seine Emotionen oft nicht im Griff. Ein Rückblick nach seinem jüngsten Fauxpas beim US Open.

von
Herbie Egli

Novak Djokovics fataler Wutausbruch in New York.

Darum gehts

  • Novak Djokovic sorgte beim US Open für einen Eklat.
  • Es ist nicht der erste in seiner Karriere.
  • Djokovic lässt seinen Emotionen oft zu viel Lauf.

Emotionen gehören im Sport dazu. Bei den Athleten sowie bei den Zuschauern. Letztere hat es an den US Open in New York wegen Corona keine. Spieler schon. Wenn sie aus sportlicher Sicht noch dabei sind. Djokovic ist das nicht mehr, nachdem er sich am Sonntagabend selbst aus dem Turnier bugsierte. Für seinen unverschuldeten Ballschuss an eine Linienrichterin wurde die Weltnummer 1 disqualifiziert.

Es ist nicht das erste Mal, dass Djokovic seine Emotionen nicht im Griff hat. 2016 bei den French Open fliegt sein Schläger aus Ärger über einen verpassten Punkt im Viertelfinal gegen Tomas Berdych unkontrolliert nach hinten. Ein Linienrichter kann gerade noch ausweichen, sonst wäre er vom Racket getroffen worden. Djokovic wurde für seinen Fauxpas verwarnt, aber nicht vom Turnier ausgeschlossen. Danach gewann er es.

Im Gleichen Jahr bekam beim Australian Open ein Ballmädchen Djokovics Power zu spüren. Im Drittrundenspiel gegen den Italiener Andreas Seppi traf Djokovic mit einem Returnball nach Aufschlag des Gegners das Ballmädchen. Passiert ist nichts Schlimmes und Djokovic entschuldigte sich sofort. 2007 in Madrid gegen Fernando Verdasco war ihm dies auch schon passiert, worauf er das Ballmädchen herzte.

2015 in Wimbledon läuft es Djokovic im Viertrundenspiel gegen den Südafrikaner Kevin Anderson nicht nach Wunsch. Aus Wut und Ärger staucht er ein Ballmädchen zusammen. Dieses ist völlig perplex, bekommt vom Spieler nach der Partie immerhin eine Entschuldigung.

Zwei Jahre zuvor in Madrid verzichtet Djokovic auf eine Entschuldigung. Er ist im Erstrundenspiel gegen den Bulgaren Grigor Dimitrov derart verärgert über das Publikum, weil dieses gegen ihn ist und seinen Gegner anfeuert. «Lutscht meinen Schw…», sind die unflätigen Worte des Serben.

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51 Kommentare
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Eidgenosse 33

08.09.2020, 18:56

Đoković oder Ђоковић wer ist den Djokovic 😁😁😁

Trainer

07.09.2020, 12:35

Gutes Benehmen ist lernbar. Der Herr möge an seiner Sozialkompetenz feilen. Das er der beste Tennisspieler ist, hat er ja bewiesen. Jetzt kommt noch der "Schliff" mit dem Anstand, da darf der Herr Papa auch gleich mitmachen. Ich befürchte allerdings dass das schwieriger wird als der Tennisaufstieg. Wirklich die Besten, sind die welche Kraft, Ausdauer und Anstand haben. Dies gilt übrigens nicht nur für Tennis, sondern ist in jeder Sportart eigentlich zu erwarten.

Kraftlos

07.09.2020, 11:05

Isch ja gut, dass er draussen ist. Hatte ja keine Kraft mehr, sein Racket zu halten. Also besser, Ruhe dich aus für das nächste Turnier.