Corona als «Brandbeschleuniger»: Plant DM eine Attacke auf den Schweizer Markt?
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Corona als «Brandbeschleuniger»Plant DM eine Attacke auf den Schweizer Markt?

Das deutsche Drogerie-Unternehmen DM will in den Schweizer Markt eintreten. Begünstigt werden die Expansionspläne durch die Corona-Krise.

von
Lucas Orellano
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Das Drogerieunternehmen DM erwägt den Eintritt in den Schweizer Markt.

Das Drogerieunternehmen DM erwägt den Eintritt in den Schweizer Markt.

REUTERS

Darum gehts

  • Die Expansion von DM in den Schweizer Markt könnte durch preiswertere Mietflächen begünstigt werden.

  • Zudem werden immer mehr attraktive Standorte an Innenstadt-Lagen frei.

  • DM selbst streitet das Interesse am Eintritt in den Schweizer Markt allerdings ab.

DM plant offenbar den Einstieg in den Schweizer Markt. Dies schreibt die «Handelszeitung» am Donnerstag. Demnach locken das grösste Drogerie-Unternehmen Deutschlands vor allem die günstiger werdenden Schweizer Mietflächen. Laut Bericht sagt Rageth Clavadetscher, Geschäftsleiter des Glattzentrums in Wallisellen ZH, dass die Pandemie den Markteinstieg ausländischer Unternehmen beschleunige.

«Ein Corona-Folgeeffekt ist, dass es vermehrt zu Ladenschliessungen und Portfoliobereinigungen kommen wird», sagt Clavadetscher. «Covid-19 wirkt hier wie eine Art Brandbeschleuniger. Bei uns melden sich immer wieder internationale Expansionsmanager und Makler.»

Sinkende Mieten, attraktive Standorte

Aus diesem Umfeld stamme auch die Information, dass DM sich in der Schweiz für Flächen zu interessieren begonnen habe. Mehrere Immobilienberaterinnen und -berater bestätigen der «Handelszeitung», dass solche Absichten in der Branche vernehmbar seien. Gründe, die für einen Markteintritt von DM sprechen, seien neben den sinkenden Mieten auch die freiwerdenden Innenstadt-Standorte an attraktiven Lagen.

Als Herausforderung sehen die Expertinnen und Experten den Preis, denn sollten die Produkte in der Schweiz viel teurer angeboten werden als in Deutschland, dürfte die Schweizer Kundschaft sie dennoch weiterhin lieber ennet der Grenze einkaufen.

Der Konzern selbst übt sich in Zurückhaltung: «Wir freuen uns sehr, dass der gute Ruf des Unternehmens DM in der Öffentlichkeit dazu führt, dass uns täglich Anfragen und Mitwirkungsangebote in andere Länder, Regionen und Kontinente erreichen», sagt Markus Trojanski von DM zur.

Man konzentriere sich derzeit aber weiterhin auf die Expansion in den Ländern, in denen man bereits präsent sei. «Daher sind aktuell keine Aktivitäten in andere Länder, auch nicht in die Schweiz, geplant.»

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