DNA-Test beweist: Josef Fritzl ist der Vater
Aktualisiert

DNA-Test beweist: Josef Fritzl ist der Vater

Ein DNA-Test hat das Geständnis des Inzest-Täters Josef Fritzl bestätigt. Demnach stammen alle sechs von seiner Tochter Elisabeth geborenen und noch lebenden Kinder von ihm ab.

Dies hat der Chef des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Franz Polzer, heute auf einer Pressekonferenz in Amstetten bekannt gegeben. Damit seien die bisherigen Annahmen der Ermittler bestätigt worden, sagte Polzer. Die DNA-Spuren fanden sich auch auf der Briefmarke des Briefes, den die 19-jährige Tochter bei der Einlieferung ins Spital dabei hatte. Sie befindet sich nach wie vor im Spital, wo sie im künstlichen Tiefschlaf liegt und beatmet wird.

Ihren fünf Geschwistern sowie Elisabeth F. geht es psychisch und phsyisch recht gut. Die Kinder sind bis jetzt noch nicht österreichische Staatsbürger. Der Amstetter Bezirkshauptmann Lenze bietet Hand, um die Namen der Familie zu ändern.

Inzest-Vater «nicht schuldbewusst»

Josef Fritzl hat bei seiner Einlieferung in die Justizanstalt St. Pölten am Montag nach Angaben des Leiters einen «sehr ruhigen und gefassten Eindruck» gemacht. Fritzl habe «nicht schuldbewusst» gewirkt, sagte Günther Mörwald, Leiter der Justizanstalt St. Pölten, am Dienstag dem Nachrichtensender N24.

«Josef Fritzl ist derzeit beim Psychiater, der eine Exploration macht, um ihn einordnen zu können. Und ich gehe davon aus, dass im Anschluss dann die Vorführung zum Haftrichter erfolgt», sagte Mörwald. Fritzl wurde den Angaben zufolge in einer Zweier-Zelle untergebracht, um die Gefährdung eines Suizids auszuschliessen. «Einen grösseren Haftraum haben wir aus bestimmten Gründen nicht gewählt, um auch dem Schutzbedürfnis des Herrn Fritzl nachkommen zu können», sagte Mörwald. «Es ist generell so, dass Sittlichkeitstäter einen sehr schweren Stand in der Justizanstalt haben, und dass wir diesbezüglich besonders gefordert sind, für die Sicherheit dieser Insassen zu sorgen.»

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(dapd)

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