Aktualisiert 05.08.2008 12:59

Peking krebst zurückDoch freier Zugang zum Tian'anmen-Platz

Auf dem Platz des Himmlischen Friedens herrscht nun doch kein Arbeitsverbot für ausländische Journalisten. Sie dürfen sich dort frei bewegen und auch spontane Interviews führen.

Wenige Stunden nach einem Bericht über neue Beschränkungen, die einen Antrag für Interviews auf dem symbolträchtigen Platz im Herzen Pekings vorschrieben, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag, dass die Anforderung «nicht zwingend» seien.

«Aber eine Vorabinformation würde uns helfen, besser Unterstützung zu leisten», zitierte Xinhua das Verwaltungskomitee für den Platz. Die Behörde habe auch gar nicht das Recht, für die Journalisten dort ein Arbeitsverbot zu erlassen.

Der Bericht über die neuen Regeln hatte unter Journalisten und Diplomaten Unverständnis ausgelöst, da die chinesischen Behörden vor den Spielen immer freien Zugang zum Tian'anmen-Platz versprochen hatten. Der Tian'anmen-Platz war 1989 Schauplatz der schliesslich von der Volksbefreiungsarmee blutig niedergeschlagenen Demokratiebewegung.

Das angekündigte Besuchsverbot war zunächst als Reaktion auf einen Protest verärgerter Pekinger Bürger am Montag gegen ihre Umsiedlung unweit des Platzes gewertet worden. (sda)

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